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USB-Sticks sind Virenschleudern

08.12.2011 | 13:38 Uhr |

Das Sicherheits-Unternehmen Sophos kaufte gebrauchte USB-Sticks auf. Und machte eine erschreckende Entdeckung: Zwei Drittel der mobilen Datenträger waren mit Malware infiziert.

57 USB-Sticks ersteigerte das Sicherheitsunternehmen Sophos bei einer Auktion von Fundsachen einer australischen Eisenbahngesellschaft zu Testzwecken. Sieben der Sticks waren unbrauchbar. Auf den restlichen 50 starteten die Experten dann die Suche nach Viren, Würmer und Trojaner. Auf rund zwei Drittel der Sticks, genau gesagt auf 33 Exemplaren, wurden die Sicherheitsexperten fündig. Außerdem lagen auf vielen USB-Speichern noch Daten der Besitzer – allesamt unverschlüsselt.

Insgesamt befanden sich 64 infizierte Dateien auf den 33 Sticks. Es handelte sich dabei durchwegs um Windows-Malware, Sophos entdeckte keine einzige MacOS-Malware. Allerdings scheinen neun der angekauften USB-Sticks MacOS-Benutzern gehört zu haben, von denen wiederum sieben verseucht waren. Für Windows-Benutzer bedeutet das: Auch wenn man von einem MacOS-Benutzer einen USB-Stick erhält, muss man sich vor Viren in Acht nehmen.

Fazit: Windows-Anwender sollten nicht nur generell immer einen Virenscanner verwenden. Sondern sie sollten auch dann vorsichtig sein, wenn Sie von einem MacOS-Benutzer einen vermeintlich sicheren USB-Stick bekommen. Selbst wenn dessen Mac sauber ist, kann der Stick durchaus verseucht sein.

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