136966

Fünf beliebte Personal Firewalls

18.07.2006 | 14:11 Uhr |

Ist der Rechner mit dem Internet verbunden, können Hacker die Kontrolle darüber erlangen oder Daten ausspähen. Eine Personal Firewall hilft, Angriffe über das interne und externe Netzwerk zu erkennen und abzuwehren. Der Test von fünf aktuellen Produkten lieferte ein erschreckendes Ergebnis: Nur ein Produkt konnte überzeugen.

Hacker, Phishing, Spam, Trojaner, Würmer, Bot-Netze und Keylogger sind nur einige der Buzzwords, die einem Benutzer das Surfen verleiden können. Waren es vor einigen Jahren primär Script-Kiddies, die mit dem Internet verbundene Rechner nur so zum Spaß abstürzen ließen, wandelt sich das Bild zunehmend: Phishing und Keylogging haben die Bankdaten des Benutzers zum Ziel, um dessen Konto leer räumen zu können. Mittels Würmern und Trojanern sollen Bot-Netze etabliert werden, die bei Spam-Wellen oder DoS-Angriffen helfen. Spyware soll so viele Daten wie möglich über einen Benutzer sammeln, um dessen Profil an Werbetreibende verkaufen zu können.

So wie sich das Bedrohungsszenario gewandelt hat, wandeln sich auch die Anforderungen an eine Personal Firewall. Anstatt Angriffe von außen abzuwehren, muss sie nun verstärkt den Datenfluss von innen nach außen kontrollieren.

Unsere Schwesterpublikation Tecchannel hat fünf aktuelle Personal Firewalls ausführlich getestet. Auf dem Prüfstand standen: Norton Personal Firewall , Agnitum Outpost Pro , Kaspersky Internet Security 6.0 , McAfee Personal Firewall Plus sowie ZoneAlarm Pro . Alle Sicherheitsprodukte kosten im Handel zwischen 35 und 45 Euro.

Jedes Produkt musste sich in drei Szenarien beweisen: Gegen direkte Hacker-Angriffe aus dem Internet, gegen Missbrauch des Rechners durch eingeschmuggelte Bot-Programme für Spam oder ähnliche Attacken auf andere Rechner und gegen die Übermittlung von wichtigen Benutzerdaten wie Kontonummern, PIN, TAN oder Passwörtern durch Trojaner, Keylogger und Spyware.

Das erschreckende Ergebnis des Tests: Mit Zonealarm Pro konnte nur eine der getesteten Personal Firewalls überzeugen. Alle anderen Produkte leisteten sich Schnitzer bei den Leaktests. Diese Produkte könnten also im Falle eines Falles nicht mit Sicherheit verhindern, dass eine Spy- oder Malware vertrauliche Daten ins Internet schickt.

Lediglich das Reporting von ZoneAlarm Pro bemängeln die Tester. Norton Personal Firewall 2006 würden einige Quäntchen zur optimalen Schutzwirkung fehlen, dafür besteche es aber mit guter Handhabung und Übersicht. Outpost konnte im Vergleich zu Vorgängerversionen die Schutzwirkung erheblich verbessern, kann ZoneAlarm Pro nicht den Rang ablaufen. McAfee und Kaspersky müssen bei der Schutzwirkung ihrer Produkte noch einiges nachbessern.

Unsere Kollegen von Tecchannel weisen ausdrücklich darauf hin, das Personal Firewalls kein Allheilmittel sind und daher ernsthafte Sicherheitsstrategien nicht ersetzen, sondern nur ergänzen können. "Ein User, der mit administrativen Rechten surft, wird sich auch mit einer Personal Firewall in Gefahr begeben", heißt es im Fazit.

Den ausführlichen Test der fünf Personal Firewalls finden Sie auf dieser Seite .

0 Kommentare zu diesem Artikel
136966