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Creative Zen 4 GB

06.11.2007 | 14:00 Uhr |

Ganz in schwarz kommt der Zen 4 GB des Multimedia-Urgesteins Creative Labs daher. Er besitzt ein Farbdisplay und viele Extrafunktionen. Ob auch die Audioqualität, die Handhabung und das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen, klärt dieser Praxistest.

MP3-Player werden immer leistungsfähiger, bieten mehr Speicher und obendrein zusätzliche Funktionen. Mittlerweile ist es zudem schon fast Standard, dass die handlichen Wegbegleiter neben Musik auch Videos und Bilder wiedergeben können. Mit dem Creative Zen (4GB) ist Creative eine interessante Alternative zu den iPods dieser Welt gelungen.

Ausstattung: Der Creative Zen bietet im Grunde fast alles, was man von einem mobilen Wegbegleiter im digitalen Zeitalter erwarten kann. Neben Musik kann er auch Bilder und Videos abspielen, folgende Formate werden dabei unterstützt: AAC (.M4A), MP3, WMA, WAVE, Audible, WMV- und DivX/XviD (320 x 240). Der Player misst 55 x 83 x 12 Millimeter und ist auch in den Kapazitäten 8 und 16 GB verfügbar. Zu den weiteren Funktionen gehören ein FM-Radio, ein Mikrofon für Sprachnotizen sowie ein Organizer, der sich mit Outlook synchronisieren lässt. Das Display misst 2,5 Zoll und kann maximal 16,7 Millionen Farben darstellen. Die Display-Qualität ist dabei hervorragend, weder bei der Helligkeit noch bei der Schärfe gibt es Grund zur Beanstandung.

Die Bedienung des Players ist sehr intuitiv, die Steuerbuttons sind seitlich neben dem Display angebracht. Die Verarbeitungsqualität ist - was das Gehäuse betrifft - sehr gut, lediglich die Steuerbuttons bieten teils einen zu schwachen Druckpunkt, was aber Geschmackssache ist. Ansonsten ist das Design des Players gelungen, er ist nicht zu leicht geraten und liegt somit gut in der Hand. Details wie der SD/SDHC-Karten-Steckplatz, der zur Erweiterung des Speichers genutzt werden kann, sind ebenfalls löblich. Negativ ist allerdings, dass der Player in der Grundausstattung lediglich per USB-Kabel aufgeladen werden kann.

Technische Handhabung: Gut gefallen hat uns beim Creative Zen, dass sich Musik, Bilder und Videos per Drag & Drop im Explorer übertragen lassen – Sie benötigen keine nervige Zusatz-Software, um den Player nutzen zu können. Die Geschwindigkeit, mit der der Player dabei die Daten übertrug, lag bei recht flotten 2,6 MB/s. Die Akkulaufzeit enttäuschte uns etwas: Während der Hersteller bei der Musikwiedergabe von 25 Stunden spricht, brach das Signal bei uns im Testcenter schon nach 11:37 Stunden ab. Laut Creative handelt es sich bei der kurzen Akkulaufzeit um einen Fehler, der in der ersten Generation des Players aufgetreten ist (so auch in unserem Testgerät). Geräte, die im Handel erhältlich sind, sollen laut Unternehmen nicht betroffen sein. Sollte dennoch ein Firmware-Update erforderlich sein, bietet Creative auf seinen Web-Seiten ein Software Autoupdate .

Audioqualität & Klang: Der Klirrfaktor zeigt an, ob und wie stark die Player-Elektronik die Musiksignale bei und nach ihrer Erzeugung verzerrt. Er lag bei für einen MP3-Player sehr niedrigen 0,009 Prozent. Zweiter Test: Um einen natürlichen Klang sicherzustellen, sollte der Frequenzgang linear, die Abweichungen von der Ideallinie möglichst gering sein. Sie lagen im Line-Betrieb, also in Verbindung mit einer Hi-Fi-Anlagen, bei gut 1 dB – das ist nicht hörbar und auch völlig okay. In Verbindung mit Ohrhörern brach der Bassbereich unter 100 Hz um gut 5 dB ein (siehe Diagramm). Dies ist als ein etwas weniger wuchtiger Bass hörbar. Allerdings nur, wenn Sie statt der etwas dumpf klingenden Ohrhörer gute Markenmodelle verwenden.

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