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Test: Antiviruslösungen für Privatanwender (Windows 7)

30.03.2017 | 12:20 Uhr |

Das Magdeburger AV-Test Institut hat 19 Antivirusprogramme für private PCs unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Vier Lösungen haben die volle Punktzahl erreicht, durchgefallen ist keine.

Das AV-Test Institut in Magdeburg führt regelmäßig Zertifizierungstests für Antivirus-Software durch. Die Hersteller reichen ihre Produkte zu einer umfassenden Prüfung ein, die zwei Monate dauert. Der aktuelle Test hat unter Windows 7 (64 Bit) stattgefunden. Den jüngsten unter Windows 10 durchgeführten Test finden Sie hier . Zu den 18 Testkandidaten kommt außer Wertung Microsofts Gratislösung Security Essentials als untere Messlatte.

Geprüft wird in den drei Kategorien Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit. Um einen PC zu schützen, können die Programme in diesem Test alle Register ziehen, die ihnen zur Verfügung stehen, einschließlich Cloud-Abfragen. Sie müssen im so genannten Real-World-Test über 195 tagesaktuelle Schädlinge erkennen und abwehren sowie 11.500 Malware-Dateien erkennen, die nicht älter als vier Wochen sind.

Bei den Geschwindigkeitstests prüft AV-Test, wie stark ein Antivirusprogramm übliche Dateioperationen ausbremst. In der Kategorie Benutzbarkeit wirken sich Fehlalarme und falsche Warnungen beim Besuch legitimer Websites sowie bei Installation und Benutzung harmloser Software aus. In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte. Produkte, die in jeder Kategorie wenigsten einen Punkt und insgesamt mindestens zehn Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat. Schutzlösungen mit mindestens 17,5 Punkten verleiht AV-Test zudem das Prädikat „TOP PRODUCT“.

Die Testergebnisse
Alle Testkandidaten haben die Mindestanforderungen für ein Zertifikat erfüllt. Sieben Schutzlösungen haben beim Schutz vor Malware volle sechs Punkte erreicht. Die Spitze bilden Bitdefender, Kaspersky Lab, Norton/Symantec und Trend Micro, die im Test insgesamt die vollen 18 Punkte erzielt haben. Kaspersky und Norton haben sogar alle Teilprüfungen der Malware-Erkennung mit 100 Prozent absolviert. Auch Avast, G Data und F-Secure bieten sehr guten Schutz, haben jedoch bei der Geschwindigkeit oder den Fehlalarmen Punkte liegen gelassen.

Grafik der Testergebnisse
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© AV-Test

Microsofts Gratisprogramm Security Essentials (MSE) landet in diesem Test im Mittelfeld. Wenn MSE die untere Messlatte sein soll, haben etliche Hersteller das Klassenziel verfehlt. Enttäuschend ist vor allem das schlechte Ergebnis von McAfee. Die Intel-Tochter hatte sich in den letzten zwei Jahren wieder nach oben gearbeitet, fällt jedoch im aktuellen Test auf den vorletzten Platz zurück. Quick Heal kann hingegen die guten Ergebnisse des Vorjahres bestätigen.

Comodo bildet insgesamt sowie in den Einzeldisziplinen Schutz und Geschwindigkeit das Schlusslicht. Etwas weniger als Comodo, jedoch immer noch deutlich bremsen die Lösungen von Avast, Eset, G Data und MicroWorld. Bei Comodo macht sich die Verlangsamung eines schnellen Rechners vor allem beim Kopieren von Dateien bemerkbar. Das dauert mit Comodo mehr als dreimal so lange wie ohne Schutz. Eine SSD wird damit auf das Niveau einer lahmen Magnetfestplatte gebremst. Bei Bitdefender macht dieser Geschwindigkeitsverlust hingegen nur drei Prozent aus. Die übrigen Testkandidaten bremsen vor allem bei der Software-Installation.

Bei den Fehlalarmen sieht es insgesamt recht gut aus. Avira, Bitdefender, Eset, Kaspersky, ThreatTrack Vipre und Trend Micro haben alle Testläufe absolviert ohne falschen Alarm auszulösen. Bullguard, F-Secure und McAfee haben fünf bis sechs Fehlalarme produziert. Keine der Schutzlösungen hat beim Besuch harmloser Websites fälschlich Alarm geschlagen.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert, in der wir die Schutzwirkung stärker gewichtet haben (3:1:1) als AV-Test, das alle drei Kategorien gleichrangig wertet (vorletzte Spalte). McAfee büßt dadurch einen Rang ein, Quick Heal rutscht um zwei Plätze ab. Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Geschwindigkeit

Benutzbarkeit

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Internet Security 21.0  

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Kaspersky Internet Security 17.0  

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Symantec Norton Security 22.8  

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Trend Micro Internet Security 11.0  

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

F-Secure Safe 14  

6,0

6,0

5,5

17,5

17,7

Avast Free AntiVirus 12.3 & 17.1  

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

G Data Internet Security 25.3  

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

Quick Heal Total Security 17.0  

5,5

6,0

6,0

17,5

17,1

AhnLab V3 Internet Security 9.0  

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

Microsoft Security Essentials 4.10  

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

ThreatTrack Vipre Security Pro 9.3  

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

AVG Internet Security 16.1 & 17.1  

5,0

5,5

6,0

16,5

15,9

Avira Antivirus Pro 15.0  

5,0

5,5

6,0

16,5

15,9

BullGuard Internet Security 17.0  

5,0

5,5

5,5

16,0

15,6

K7 TotalSecurity 15.1  

5,0

5,0

5,5

15,5

15,3

ESET Smart Security 10.0  

5,0

4,5

6,0

15,5

15,3

MicroWorld eScan Internet Security Suite 14.0  

4,5

4,5

6,0

15,0

14,4

Intel/McAfee Internet Security 19.0  

4,0

5,5

5,0

14,5

13,5

Comodo Internet Security Premium 10.0  

4,0

3,0

6,0

13,0

12,6

Vergleichen Sie diese Ergebnisse mit denen des vorherigen Tests unter Windows 7 aus dem September 2016.

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