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Test: Antiviruslösungen für Firmenrechner (Windows 7)

30.09.2016 | 13:17 Uhr |

Das AV-Test Institut in Magdeburg hat 12 Schutzlösungen für Unternehmensrechner unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Zwei Produkte haben die volle Punktzahl erreicht, durchgefallen ist kein Kandidat.

Bei seinen regelmäßigen Zertifizierungstests prüft das AV-Test Institut zwei Monate lang die von den Herstellern eingereichten Antiviruslösungen für den Unternehmenseinsatz (Endpoint Protection). Im Juli und August hat AV-Test unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Der jüngste Test unter Windows 10 liegt bereits einige Monate zurück. Neben den elf durch ihre Hersteller nominierten Testkandidaten läuft stets Microsoft System Center Endpoint Protection als untere Messlatte mit.

Die Tester prüfen in den drei Kategorien Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit. Wie die Antivirusprogramme für Privatanwender müssen die Unternehmenslösungen im Real-World-Test über 160 aktuelle Schädlinge abwehren sowie etwa 15.000 Malware-Dateien erkennen, die nicht älter als vier Wochen sind. Die Geschwindigkeitstests ermitteln, wie sehr die Arbeitsplatzrechner durch Antivirusprogramme ausgebremst werden.

Die Benutzbarkeit ergibt sich aus der Zahl der im Testverlauf produzierten Fehlalarme. In jeder der drei Kategorien vergeben die Tester bis zu sechs Punkte. Produkte, die in jeder Kategorie wenigsten einen Punkt und in der Summe mindestens zehn Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat.

Die Testergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben alle Kandidaten mühelos erreicht, es gibt jedoch deutliche Unterschiede. An der Spitze des Testfelds liegen Bitdefender Endpoint Security und Kaspersky Small Office Security, die volle 18 Punkte erzielt haben. Das zweite Kaspersky-Produkt im Test, Endpoint Security, folgt zusammen mit Trend Micro Office Scan knapp dahinter. Beide Lösungen haben bei den Geschwindigkeitstests einen halben Punkt liegen gelassen.

Neben den vier Top-Produkten haben auch F-Secure Client Security und Symantec Endpoint Protection bei der Schutzwirkung die volle Punktzahl erreicht. Sie bremsen jedoch bei Installation und Benutzung gängiger Anwendungsprogramme zum Teil deutlich stärker als die Spitzengruppe. Nur Sophos bremst starker als F-Secure - die Installation eines Software-Pakets kann mit Sophos-Schutz doppelt so lange dauern wie ohne Schutz. Auch F-Secure und Microsoft fallen hierbei unangenehm auf. Symantec liegt insgesamt im Mittelfeld, verzögert jedoch den Aufruf populärer Websites erheblich und dies auch deutlich mehr als alle anderen.

Fehlalarme sind bei Privatanwendern vor allem lästig, im Unternehmen jedoch richtig ärgerlich, denn da scheuchen sie oft mindestens zwei Personen auf. Lediglich die beiden Kaspersky-Lösungen haben sich im gesamten Testverlauf keinen Fehlalarm geleistet. Intel/McAfee, Sophos und Symantec mit je einem, Trend Micro mit zwei und Bitdefender mit drei falsch positiven Befunden bleiben noch im Rahmen des Erträglichen. F-Secure hat hingegen je neunmal falschen Alarm geschlagen. Der Rest liegt mit vier bis sechs Fehlalarmen noch im halbwegs vertretbaren Bereich.

Microsoft System Center Endpoint Protection landet mangels ausreichendem Schutz vor aktueller Malware auf dem letzten Platz. Quick Heals Business-Marke Seqrite hat sich, wie das Produkt für Privatanwender, in allen Teildisziplinen deutlich verbessert. Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Die Testergebnisse
Vergrößern Die Testergebnisse
© AV-Test

Auf der zweiten Seite finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse des vorherigen Tests unter Windows 7 aus dem März.

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