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Tesla Model 3: Fast 400.000 Vorbestellungen

21.04.2016 | 14:25 Uhr |

Tesla hat sein erstes „bezahlbares“ Elektro-Auto vorgestellt. Das Model 3 kostet 35.000 Dollar, sprintet in sechs Sekunden auf 100 Kilometer und bietet eine Reichweite von rund 340 Kilometern. Audi, BMW und Mercedes-Benz dürfen sich warm anziehen. Update 21.4.: Knapp 400.000 Vorbestellungen sind bereits eingegangen.

Update 21.4.2016: Fast 400.000 Vorbestellungen Bis jetzt sind bei Tesla fast 400.000 Vorbestellungen für das Model 3 eingegangen. Das sagte Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk während einer Konferenz im norwegischen Oslo.

Damit hat Tesla allein mit der Vorstellung des Model 3 bis jetzt fast 400.000.000 Dollar oder Euro eingenommen - 1000 Euro muss man bei einer Bestellung aus einem Land im Euro-Raum als Reservierungsgebühr für das Model 3 anzahlen. Außerhalb des Euro-Raums werden 1000 US-Dollar fällig. Vorbestellungen sind nach wie vor über diese Webseite von Tesla gegen eine Anzahlung von 1000 Euro möglich.

Update 4. April 2016:

Tesla-Chef Elon Musk hat getwittert, dass bis Samstagabend bereits 276.000 Vorbestellungen eingegangen sind. Das spült Tesla Motors 276 Millionen Dollar oder Euro (abhängig davon, ob die Vorbestellung aus einem EU-Land oder nicht erfolgte) als zinslosen Kredit in die Kasse.

Musk teilte aber auch mit, dass man den Zeitplan für das Model 3 noch einmal überdenken müsse. Das könnte bedeuten, dass das Model 3 entweder doch nicht Ende 2017 startet oder aber dass zumindest einige Vorbesteller deutlich länger auf ihren Wagen warten müssen. Bis 2020 will Tesla insgesamt 500.000 Autos von Model S, Model X und Model 3 zusammen genommen verkaufen.

Musk bestätigte zudem via Twitter, dass es sowohl eine Hinterradantriebsvariante als auch eine Allradvariante des Model 3 geben werde. Letztere wird zwei Elektromotoren besitzen.

Ende des Updates, Beginn der ursprünglichen Meldung

Tesla hat das lang erwartete Model 3 vorgestellt, das erste Mittelklasse-Elektro-Auto des US-amerikanischen E-Auto-Pioniers. Für 35.000 US-Dollar bekommt man ein Auto, das nach dem ersten Anschein das Zeug zu einem vollwertigen und alltagstauglichen Familien-Coupe hat, gegen das E-Autos wie der preislich vergleichbare i3 von BMW richtig alt aussehen.

Tesla Model 3
Vergrößern Tesla Model 3
© Tesla

Das Tesla Model 3 soll Ende 2017 in den Verkauf gehen, wenn es nicht wieder zu den Tesla-typischen Verzögerungen kommt. Der Preis von 35.000 Dollar (umgerechnet 30.734 Euro, wobei das nicht automatisch der Preis für Kunden aus Deutschland ist) ist nur der Grundpreis für das „nackte“ Modell. Bucht man die zahlreichen Extras mit, dürfte der Endpreis deutlich höher liegen. Aber das kennt man ja auch schon von BMW i3, der aber deutlich weniger Reichweite und weniger Stauraum bietet.

Standardmäßig besitzt das Tesla Model 3 Hinterradantrieb, Tesla will aber auch ein Allradmodell entwickeln. Ein großes Panoramadach sorgt im Model 3 für angenehmes Raumgefühl.

Reichweite und Beschleunigung

Das Model 3 soll mit einer Akku-Ladung mindestens eine Reichweite von 215 Meilen schaffen (Tesla hofft aber, bei der Serienreife Ende 2017 eine noch höhere Reichweite bieten zu können). Das sind rund 346 Kilometer. Zum Vergleich der knapp vier Meter lange BMW i3 mit 125 kW Leistung (170 PS) und 250 nm Drehmoment: Hier beginnen die Preise bei 34.950 Euro. Unser damaliger Testwagen kostete laut Liste 54.270 Euro (wobei es sich dabei um die Version mit Range Extender handelte). Der i3 bietet aber mit Autobahn-Richtgeschwindigkeit 130 km/h und im Modus Eco pro nur eine elektrische Reichweite von unter 100 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 150 km/h abgeregelt. Bei deutlich moderaterer Fahrweise kommt man auf zirka 130 Kilometer Reichweite im BMW i3.

Tesla Model 3
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© Tesla

Der Tesla Model 3 schafft den Sprint von 0 auf 100 Kilometer in weniger als sechs Sekunden in der Grundversion. Daneben will Tesla aber auch noch leistungsstärkere Versionen anbieten - die dann natürlich auch mehr als 35.000 Dollar kosten. Der BMW i3 schafft den Sprint in 7,2 Sekunden (ohne Range Extender).

Tesla Model 3
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© Tesla

Das Model 3 lässt sich an den Superchargern von Tesla aufladen. Tesla will dafür das Supercharger-Netz deutlich ausbauen. Ende 2017 soll es weltweit 7200 Supercharger geben. Das wären dann doppelt so viele wie heute.

Tesla Model 3
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© Tesla

Das Model 3 hat zwei Kofferräume: einen vorne und einen hinten. Allerdings nannte Tesla bei der Präsentation kein Fassungsvermögen in Litern. Elon Musk verspricht aber mehr Stauraum als in jedem größenmäßig vergleichbaren Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Sogar ein Surfbrett soll in das Fahrzeug passen.

Tesla Model 3
Vergrößern Tesla Model 3
© Tesla

Der i3 hat zwar auch zwei Stauräume – einen vorne und einen hinten, doch faktisch bietet nur der hintere Kofferraum etwas Platz. Ohne Umklappen der Rücksitze sind es 260 Liter, mit umgelegten Rücksitzen 1100 Liter. Vier Personen finden im i3 Platz, allerdings mit durchaus großzügigem Raumgefühl. Der Tesla Model 3 bietet dagegen Platz für fünf Personen. Die konkreten Abmessungen nannte Tesla jedoch nicht.

15-Zoll-Touchscreen

Im Armaturenbrett dominiert wieder ein Riesen-Touchscreen. Das 15-Zoll-Display ist im Model 3 aber im Unterschied zum Model S (wo genauso wie im Model X ein 17-Zöller hochkant verbaut ist) quer eingebaut.

Größtmögliche Sicherheit

Im Tesla Model 3 soll an Sicherheit alles derzeit Verfügbare möglich sein. Die Hardware für den Autopiloten ist bereits im Standardmodell eingebaut, dessen Freischaltung kostet extra. Musk betont ausdrücklich die hohe Sicherheit des Model 3. Da der Tesla Model 3 die US-Crashtests bestehen muss und das Model S hier sehr gut abschnitt, kann man davon ausgehen, dass auch der Tesla Model 3 bestmögliche Crashsicherheit bieten wird.

Zum Vergleich: Im EuroNCAP schaffte der BMW i3 nur vier Sterne. Schaut man sich aber konkret die Belastungswerte für den i3 an, dann sieht man, dass er durchaus guten Schutz für die Insassen bietet: 86 Prozent schafft er beim Insassenschutz und 81 Prozent beim Kinderschutz. Unter anderem ACC und Auffahrwarnung sowie Spurwechselassistent stehen bei der aktiven Sicherheit im BMW i3 zur Verfügung.

Musk: Es gibt kein besseres Auto

Tesla CEO Elon Musk ist stolz auf seinen neuen Mittelklasse-Stromer: „Sie können für 35.000 Dollar kein besseres Auto kaufen.“ Eine deutlichere Kampfansage an Audi, BMW und Mercedes-Benz ist kaum möglich.

Die Begeisterung der Tesla-Kunden scheint keine Grenzen zu kennen, bereits jetzt liegen 130.000 Vorbestellungen vor. Vor den Tesla-Stores gab es Warteschlangen. Diese Kunden ordern blind, sie konnten das neue E-Auto ja noch gar nicht ausprobieren. Da jeder Vorbesteller 1000 Dollar beziehungsweise 1000 Euro anzahlen muss, bekommt Tesla auch gleich noch einen zinslosen Kredit.

Vorbestellungen

Sie können sich hier Ihren Tesla Model 3 gegen eine Vorleistung von 1000 Euro reservieren.

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