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Terror-Anschläge: Internet hat versagt

12.09.2001 | 10:54 Uhr |

Die gestrigen Terror-Anschläge haben es vor Augen geführt: Bei einem derartigen, weltbewegenden Ereignis erwies sich die Informationssuche per Internet als Sisyphus-Aufgabe. Sämtliche News-Seiten im In- und Ausland zeigten sich gegenüber dem Ansturm nicht gewachsen.

Die gestrigen Terror-Anschläge haben es vor Augen geführt: Bei einem derartigen, weltbewegenden Ereignis erwies sich die Informationssuche per Internet als Sisyphus-Aufgabe. Sämtliche News-Seiten im In- und Ausland zeigten sich gegenüber dem Ansturm nicht gewachsen.

Wie eine Untersuchung von Keynote Systems zeigt, waren beispielsweise die Seiten des ZDF oder des Magazins Focus gestern Nachmittag ab 16:30 Uhr praktisch nicht mehr erreichbar. Auch in der PC-WELT-Redaktion waren die Auswirkungen des Ansturms deutlich spürbar - nichts ging mehr.

News-Seiten wie CNN.com versuchten, dem Ansturm gerecht zu werden, indem Bilder und Grafiken entfernt sowie weitere Server zugeschaltet wurden. Erst Stunde später entspannte sich die Situation wieder ein wenig, und bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich das Internet scheinbar wieder erholt.

Dennoch zeigt diese Tragödie die Grenzen des angeblich so sicheren Internets auf. Geschaffen, um die Kommunikation im Falle eines Atomkrieges aufrechterhalten zu können, bewiesen die gestrigen Ereignisse, dass das Internet diesem Anspruch bei weitem nicht gerecht wird. So sind die Ausfälle und Wartezeiten auf die exorbitant hohen Zugriffszahlen zurückzuführen - die Infrastruktur des Netzes als solches wurde nicht beschädigt.

Gerade in Krisenzeiten sollte das Netz uneingeschränkt zur Verfügung stehen und jeglichem Ansturm widerstehen und diesen verarbeiten können. Gerade die Informationsbeschaffung muss in einem derartigen Fall gewährleistet sein. So zeigte der 11. September, dass selbst im digitalen Zeitalter das Radio oder der Fernseher die bessere Wahl sind.

Die Redaktion der PC-WELT zeigt sich geschockt von den gestrigen Terror-Anschlägen und möchte an dieser Stelle allen Opfern und Angehörigen ihre Trauer und ihr Mitgefühl zum Ausdruck bringen.

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