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Terminierungsentgelte sinken - wird Telefonieren günstiger?

Ab heute sind die deutschen Netzbetreiber verpflichtet, die Terminierungsentgelte für die Durchleitung von Telefonaten aus Fremdnetzen günstiger abzurechnen. Ob dies zu einer Reduzierung der Mobilfunkkosten für die Verbraucher führt, ist jedoch unklar.

Der Weihnachtsmann steht noch nicht vor der Tür, stellvertretend lassen nun die Netzbetreiber die Katze aus dem Sack. Denn ab heute sind die Anbieter nach einer Vorgabe der Bundesnetzagentur verpflichtet, die Weiterleitungsgebühren für Telefonate aus Fremdnetzen zu senken. Ob damit jedoch eine Senkung der Minutenpreise für die Verbraucher verbunden ist, wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen.

Nach der Vorgabe der Bundesnetzagentur müssen T-Mobile und Vodafone die Preise für die Durchleitung aus anderen Netzen auf 8,78 Cent je Minute senken, E-Plus und o2 dürfen indes 9,94 Cent verlangen, was einer Reduzierung der Kosten um durchschnittlich 16 Prozent entspricht. In der Vergangenheit wurden die Netzbetreiber bereits mehrmals aufgefordert, die Entgelte zu senken, aufgrund mangelnder Zusammenarbeit nahm schließlich die Bundesnetzagentur das Problem in die Hand.

Die Anbieter haben in Folge dessen eine Prüfung ihrer Tarife angekündigt. Da die Preise nach eigenen Angaben jedoch so günstig seien wie noch nie und ohnehin erst im Oktober Anpassungen vorgenommen wurden, ist mit weiteren Senkungen vorerst kaum zu rechnen. E-Plus werde mittelfristig die Endpreise für die Verbraucher senken, genaue Informationen wollte der drittgrößte Anbieter nicht liefern. Somit wird das lang ersehnte Weihnachtsgeschenk wohl doch erst im kommenden Jahr Wirklichkeit werden.

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