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Termin verpasst - wegen Spam-Filter

Spam-Filter sortieren zuweilen auch wichtige Mails aus. Die Folge kann sein, dass Termine nicht eingehalten werden oder Aufträge verloren gehen.

Mails, die von Spam-Filtern fälschlich als unerwünschte Werbe-Mails ausgesondert werden, haben bereits bei 40 Prozent der in einer Studie befragten Unternehmensangestellten dazu geführt, dass Termine nicht eingehalten wurden. Die Umfrage wurde in Großbritannien von den Veranstaltern der Konferenz Infosecurity Europe zusammen mit der US-amerikanischen Firma Mirapoint durchgeführt. Die Konferenz Infosecurity Europe 2005 in London geht heute zu Ende. Gegenstand der Studie war der Einfluss von Maßnahmen zur Spam-Abwehr auf die Zuverlässigkeit elektronischer Post als Kommunikationsmedium in Unternehmen.

Von den Teilnehmern der Umfrage gaben 66 Prozent an, sie hätten bereits mindestens eine wichtige Mail nicht erhalten, weil sie im Spam-Filter hängen geblieben war. Von diesen sagten wiederum zwei Drittel, dass dergleichen etwa einmal im Monat vorkomme, bei einem Viertel sogar jede Woche. Mehr als die Hälfte meinte, der Schaden sei vor allem die vertane Zeit gewesen, 40 Prozent jedoch haben deswegen einen zugesicherten Fertigstellungstermin nicht einhalten können.

Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Mail-Zustellung wären die wesentlichen Aspekte beim Einsatz elektronischer Post als Kommunikationsmittel im geschäftlichen Verkehr, sagte dazu Nigel Brooke von Mirapoint. Einige Unternehmen hätten offenbar die Bedürfnisse und Anforderungen der Benutzer aus den Augen verloren und betrachteten das Blockieren uerwünschter Mails als ihre größte Sorge. Das Ausfiltern von Spam habe jedoch keinen Sinn, wenn dadurch die Effektivität dieses Mediums untergraben würde.

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