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Telekom will E-Mails von der NSA fernhalten

12.10.2013 | 14:12 Uhr |

Wer eine E-Mail mit dem Telekom-Mail-Dienst verschickt, soll in Zukunft darauf vertrauen können, dass die Mail Deutschland nicht verlässt, wenn der Empfänger auch in Deutschland ist. So will die Telekom der NSA ein Schnippchen schlagen.

Wie das Handelsblatt unter Bezugnahme auf die Samstags-Ausgabe der Rheinischen Post und der Wirtschaftswoche meldet, will die Telekom ein nationales E-Mail-Netz aufbauen, um es NSA-Spionen möglichst schwer zu machen. Die Telekom schlage dazu vor, den innerdeutschen Mail-Verkehr nicht mehr über internationale Knotenpunkte zu lenken. Damit soll eine Mail zwischen zwei Nutzern in Deutschland nicht mehr über einen Server in New York oder London gehen. Die NSA und andere Spione sollen damit nicht mehr einfach die Angel auswerfen und Mails abfischen können, die aus Deutschland kommen. Doch damit die Pläne umgesetzt werden können, müsste die Telekom Partner für ihr Vorhaben finden.

Chatten, Surfen und Postings in sozialen Netzwerken würden weiterhin in den allermeisten Fällen auch über internationale Knotenpunkte laufen. Die Pläne gelten zudem nur für den Telekom-eigenen Mail-Dienst. Wer bei Googlemail, Outlook oder Yahoo ist, muss akzeptieren, dass seine Mails die Grenzen Deutschlands verlassen.

Die Telekom, GMX und Web.de hatten im August "E-Mail made in Germany" gegründet. Die Initiative soll Mails verschlüsseln und in Rechenzentren Deutschlands speichern. Den Weg, den die Mails zurücklegen, berührt die Initiative aber nicht.

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