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Telekom verbessert Verschlüsselung für GSM-Netz

10.12.2013 | 05:18 Uhr |

Bis Ende 2013 will die Deutsche Telekom den Verschlüsselungsstandard A5/3 in ihr GSM-Netz integrieren.

Über die Sicherheit des Mobilfunknetzes machen sich die wenigsten Anwender Gedanken. Zu unrecht, denn schon 2009 bewies Karsten Nohl auf dem Chaos Communication Congress, dass es mit relativ geringem Aufwand möglich ist, über Handys geführte Telefonate im Umkreis von 100 Metern abzuhören.

Als Reaktion auf die NSA-Affäre will die Telekom als erster Netzbetreiber in Deutschland bis Ende 2013 den neuen Verschlüsselungsstandard A5/3 einführen. Dieser sei deutlich sicherer als der bislang genutzte Standard A5/1. Hierfür musste der Konzern an 30.000 Basisstationen und zentralen Netzpunkten seine Hard- und Software entsprechend umstellen.

Die Freischaltung von A5/3 soll schrittweise und von den Kunden unbemerkt erfolgen. In Polen, Mazedonien oder Tschechien setzt die Telekom bereits auf den neuen Verschlüsselungsstandard. Leider sind nicht alle Handys mit dem neuen Standard kompatibel. Eine Übersicht der Geräte stellt die Telekom an dieser Stelle bereit. Wird ein Handy nicht unterstützt, so kommt darauf weiterhin der Standard A5/1 zum Einsatz.

Silent SMS und IMSI-Catcher: Handys aufspüren und abhören

Vodafone will A5/3 bis 2015 flächendeckend in sein Netz integrieren. E-Plus und O2 werden in naher Zukunft ebenfalls umsteigen.

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