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Telekom mischt im EU-Verfahren gegen Google mit

19.05.2014 | 17:21 Uhr |

Auch die Deutsche Telekom schließt sich der Sammelbeschwerde gegen Google an. Der Konzern fordert härtere Auflagen für den Suchmaschinen-Riesen.

Bereits 2010 geriet Google ins Visier der EU-Wettbewerbshüter. Damals hatten mehreren Internet-Unternehmen wie TripAdvisor und Expedia Beschwerde gegen den Konzern eingereicht. Der Grund: Der Suchmaschinen-Riese würde bei den Suchergebnissen bestimmte Unternehmen bevorzugen, was zu Wettbewerbsverzerrungen führe.

In dieser Woche klinkte sich auch die Deutsche Telekom in das Verfahren ein und legte bei der Europäischen Kommission formal Beschwerde ein. Laut dem Telekommunikationsanbieter seien die EU-Auflagen für Google „vollkommen unzureichend“. Der Suchmaschinen-Konzern hatte zu Beginn des Verfahrens Änderungen angeboten. Diese wurden von den Beteiligten jedoch abgelehnt. Laut EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia habe Google inzwischen „wesentlich nachgebessert“. Doch Unternehmen wie der Telekom gehen diese Zugeständnisse noch immer nicht weit genug.

Wie die Telekom betont, würde die EU mit zweierlei Maß messen. Während andere europäische Telekommunikationsunternehmen hart geprüft würden, behandle man Google mit „Samthandschuhen“. Die Telekom fordert härtere Auflagen seitens der EU. Die Kommission will die Beschwerde der Telekom nun prüfen.

Urteil: Google muss Links zu sensiblen Daten löschen

Bereits in der vergangenen Woche hatten mehrere deutsche Verlage und kleinere Google-Konkurrenten im Rahmen des „Open Internet Projects“ ein Manifest gegen Google ins Leben gerufen. Die Unternehmen werfen Google den Missbrauch seiner Monopolstellung vor.

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