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Telekom darf VDSL2-Netz ausbauen

09.04.2013 | 18:04 Uhr |

Die Bundesnetzagentur hat der Telekom den Ausbau der VDSL2-Netze erlaubt. Damit stehen Zugänge mit 100 Mbit/s in Aussicht.

Ein Entscheidungsentwurf der Bundesnetzagentur sieht vor, dass die Telekom ihren Mitbewerbern zwar den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung gewähren muss. Sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, ist jedoch auch eine Verweigerung möglich. Dann kann der deutsche Telekommunikationsanbieter selbst Vectoring in dieser Region nutzen.

Unter Vectoring versteht man die nächste Ausbaustufe von VDSL, mit der über Kupferkabel Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload erreicht werden können. Das auch VDSL2 genannte System lässt jedoch nur einen Anbieter pro Verteilerkasten zu.

Will die Telekom zur Realisierung von Vectoring in einem bestimmten Gebiet künftig einen Wettbewerber ausschließen, so ist dies nur möglich, wenn es dort auch ein von einem Mitbewerber betriebenes Festnetz gibt. Den Konkurrenten müssen zudem Alternativen angeboten werden, meist dürfte es sich dabei um herkömmliche ADSL-Anschlüsse handeln.

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Kritiker sehen in der Entscheidung der Bundesnetzagentur einen zu großen Vorteil für die Telekom. Bis zum 10. Mai können die Konkurrenten des Unternehmens jedoch noch Stellung zum Entwurf der staatlichen Stelle beziehen.

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