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Telekom will mehr Geld von der Konkurrenz

25.05.2005 | 15:21 Uhr |

Die Telekom will einmalige Gebühren für die letzte Meile und das Line-Sharing verteuern.

Die Telekom gibt nicht auf: Nach dem erfolglosen Versuch, die monatliche Gebühr für die "letzte Meile" zu erhöhen (wir berichteten), will das Unternehmen nun probieren, von der Konkurrenz mehr Geld für die einmaligen Leistungen zu verlangen. Das Bereitstellungsentgelt für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) in der Variante „Übernahme durch einen Wettbewerber ohne Schaltarbeiten beim Kunden" soll nach Willen der Telekom um gut 54 Prozent von 47,97 Euro auf 74,03 Euro angehoben werden. Das Kündigungsentgelt soll künftig 38,29 Euro statt bisher 19,95 betragen.

Der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften Brecko hat bereits schriftlich protestiert und statt einer Erhöhung die Senkung der TAL-Gebühren gefordert.

Neben den TAL-Einmalkosten will die Telekom auch den Preis für Line-Sharing von 2,43 Euro auf 4,77 Euro erhöhen. Beim Line-Sharing mietet der Mitbewerber nur die DSL-Frequenzen der Leitung an.

Ob die Telekom mit ihren Preiserhöhungen durchkommt, die sich sicher auch auf den Endverbraucher auswirken würden, entscheidet jetzt die Regulierungsbehörde RegTP.

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