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Telekom will mehr Geld

07.11.2000 | 16:41 Uhr |

Die Telekom möchte von den Mitbewerbern mehr Geld für die Rechnungsstellung. Die bisherige Regelung läuft noch bis zum 1. Februar 2001. In den Verhandlungen habe es zwar eine Vielzahl Übereinstimmungen gegeben, jedoch liegen die Vorstellungen über die Gebühren noch weit auseinander.

Zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern ist der Streit über den Gebühreneinzug wieder neu entbrannt. Wie ein Telekom-Sprecher am Dienstag sagte, habe das Unternehmen den Vize-Präsidenten der Behörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, als Schlichter angerufen.

Zwar hätten sich die Beteiligten über eine Vielzahl von Details geeinigt, bei den Preisvorstellungen sei man sich aber nicht näher gekommen. So seien die Wettbewerber lediglich bereit, ein Viertel des Betrages zu zahlen, den die Telekom für den Gebühreneinzug fordert, hieß es.

Das bestätigte auch der Geschäftsführer der Verbandes der Anbieter von Telekommuniaktions- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner: "Beim Preis liegen wir noch meilenweit auseinander". Der VATM befürchtet, dass die Telekom in der strittigen Inkasso-Frage wieder auf Zeit spielt.

Bei dem Streit geht es um Telefonate, die die Kunden der Telekom über Wettbewerber abwickeln. Bei diesen so genannten call-by-call-Gesprächen muss sich der Kunde vor jedem Ferngespräch immer wieder neu für eine Telefongesellschaft entscheiden. Auf der Telekom-Rechnung werden diese Telefonate gesondert aufgeführt, aber in einer Summe an die Telekom überwiesen. Diese leitet die Beträge dann an die Wettbewerber weiter.

Gegenwärtig stellt die Telekom ihren Konkurrenten für das Inkasso einen prozentualen Anteil vom Verbindungsumsatz (4,5 Prozent) in Rechnung. Hinzu kommen 0,7 Pfennig pro Rechnungszeile. Das Bonner Unternehmen hält diese Preise allerdings für zu niedrig und kündigte vor einiger Zeit an, ihre Wettbewerber nicht weiter subventionieren zu wollen. Das gegenwärtige Inkasso-Verfahren läuft noch bis zum 1. Februar 2001. (PC-WELT, 07.11.2000, dpa/ sw)

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