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Telekom will 8,60 Mark mehr

28.12.2000 | 15:00 Uhr |

Die Deutsche Telekom fordert von den Drittanbietern 8,60 Mark mehr für die "letzte Meile" zu den Telefonkunden. Weil es dadurch für die Mitbewerber der Telekom künftig noch schwerer sein wird, konkurrenzfähige Produkte anzubieten, steht Streit ins Haus.

Die Regelung für den Mietpreis der so genannten "letzten Meile" läuft zum 1. März 2001 aus. Jetzt muss vor der Regulierungsbehörde über die "Entgeltgenehmigung zur Teilnehmeranschlussleitung" (so der Name der Regelung im Amtsdeutsch) neu verhandelt werden. Dabei fordert die Telekom eine Anhebung der Pauschale.

Derzeit müssen Drittanbieter netto 25,40 Mark pro Monat an die Telekom überweisen, um die "letzte Meile" anzumieten. Nach den Vorstellungen des rosa Riesen soll dieser Betrag auf netto 34 Mark anwachsen.

Mit dieser Preisvorgabe möchte die Telekom den bereits im vorangegangen Genehmigungsverfahren nachgewiesenen langfristigen Kosten, sowie den im Vergleich zu alternativen Realisierungsmöglichkeiten des Teilnehmerzugangs im nationalen Markt als auch im internationalen Vergleich entstehenden Kosten Rechnung tragen.

Da diese Entgeltgenehmigung die Preisgestaltung für analoge Anschlüsse regelt, wird es für Mitbewerber künftig noch schwerer sein, konkurrenzfähige Produkte in diesem Bereich anzubieten. Bereits jetzt kostet ein analoger Anschluss bei der Telekom weniger als bei den meisten Konkurrenten.

Bei den Neuverhandlungen werden die Mitbewerber also alles versuchen, die Preisvorstellung der Telekom zu bekämpfen. Ein neuer Streit vor der Regulierungsbehörde scheint somit vorprogrammiert zu sein. (PC-WELT, 28.12.2000, mp)

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