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Telekom vs. Tele2: Weitere TV-Spots gestoppt

28.07.2004 | 16:37 Uhr |

Vor einer Woche hat Tele2 eine Einstweilige Verfügung gegen TV-Spots für den T-Net xxl-Tarif auf Grund von Irreführung der Verbraucher erreicht. Jetzt legt das Unternehmen nach und weitere Spots der Telekom gerichtlich stoppen lassen.

Tele2 hat vor Gericht weitere Spots der Deutschen Telekom zu Fall gebracht. Bereits vergangene Woche musste die Telekom Werbesendungen Spots für den T-Net xxl-Tarif auf Grund einer Einstweiligen Verfügung werden Irreführung der Verbraucher zurückziehen, jetzt ging es um die Werbebotschaft, dass Verbraucher " für 12 Cent eine Stunde quer durch Deutschland telefonieren" können.

Auch hier werden laut Tele 2 den Verbrauchern wichtige Informationen verschwiegen. So sei zum einen für dieses Angebot der Abschluss eines Extra-Tarifes für 4,68 Euro im Monat nötig und zum anderen koste jedes Gespräch für eine Stunde 12 Cent, wird innerhalb einer Stunde öfter telefoniert, summiert sich dieser Betrag entsprechend, so Tele2. Anrufe ins Mobilfunknetz werden ebenfalls gesondert abgerechnet.

Die Hinweise, die die Fernsehzuschauer auf diese Besonderheiten aufmerksam machen sollen, erschienen laut Tele2 "unleserlich als Kleingedrucktes im Abspann. Die Einblendung ist zudem von so kurzer Dauer, dass es für den Zuschauer kaum möglich ist, diese zu lesen."

Das Landgericht Hamburg hat jetzt mit sofortiger Wirkung das weitere Ausstrahlen dieser Spots untersagt, bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro. Diese Eilentscheidung des Landgerichts kann allerdings seitens der Telekom angefochten werden.

Telekom-Werbung wegen Irreführung abgesetzt (PC-WELT Online, 23.07.2004)

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