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Telekom unterliegt im Streit um Internetpauschale

16.11.2000 | 12:11 Uhr |

Die Deutsche Telekom muss künftig ihren Wettbewerbern einen Pauschalpreis für den Internetzugang gewähren. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfuhr, setzten sich damit die Onlineanbieter mit ihrer Beschwerde gegen den Bonner Telefonriesen durch. Somit ist der Weg für preiswertere Flatrates geebnet.

Die Deutsche Telekom muss künftig ihren Wettbewerbern einen Pauschalpreis für den Internetzugang gewähren. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfuhr, setzten sich damit die Onlineanbieter mit ihrer Beschwerde gegen den Bonner Telefonriesen durch.

Eine entsprechende Entscheidung wurde am Mittwochabend von der dritten Beschlusskammer der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gefasst. Damit könnte das Surfen im Internet für die Endverbraucher künftig erheblich günstiger werden.

Die Telekom solle verpflichtet werden, bis zum 1. Februar kommenden Jahres den Konkurrenten eine so genannte Großhandels-Flatrate einzuräumen. Gegenwärtig berechnet das Unternehmen den Online-Anbietern hierfür 1,5 Pfennig im Minutentakt. Internet-Provider wie AOL fordern seit längerem eine pauschale Berechnung der Vorleistungen, die ihnen die Telekom in Form von Leitungskapazitäten zur Verfügung stellt.

Nur mit einer Großhandels-Flatrate könnten die Anbieter wirtschaftlich kalkulieren, argumentieren die Wettbewerber. Die Telekom bevorzuge gegenwärtig ihre Tochtergesellschaft T-Online, die einen Pauschaltarif von 79 DM bietet. Ein Sprecher des Onlinedienstes AOL forderte erneut einen Pauschaltarif für die Endverbraucher von unter 50 DM, ähnlich wie in Großbritannien.

Die Regulierungsbehörde will ihre Entscheidung an diesem Donnerstag bekannt geben. (PC-WELT, 15.11.2000, dpa/ sw)

Streit um Internet-Pauschaltarif (PC-WELT Online, 13.11.2000)

Flatrate: Durchbruch bei 50 Mark? (PC-WELT Online, 09.10.2000)

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