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Telekom und AOL im Clinch

27.07.2001 | 15:11 Uhr |

Im Kampf mit AOL konnte die Deutsche Telekom einen Erfolg verbuchen: AOL darf bei der Begrenzung der Neukunden-Anzahl für die Analog-/ISDN-Flatrate die Behauptung "mehr lassen die Bedingungen der Deutschen Telekom AG zurzeit leider nicht zu" nicht mehr anführen.

Im Kampf mit AOL konnte die Deutsche Telekom einen Erfolg verbuchen: AOL darf bei der Begrenzung der Neukunden-Anzahl für die Analog-/ISDN-Flatrate die Behauptung "mehr lassen die Bedingungen der Deutschen Telekom AG zurzeit leider nicht zu" nicht mehr anführen. Dies geht aus einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg hervor, so die Deutsche Telekom .

AOL hatte vor kurzem zwei Flatrates für das zeitlich unbegrenzte Surfen im Internet angekündigt - eine DSL- sowie eine Analog-/ISDN-Flatrate. Den Zugang zur Analog-/ISDN-Flatrate begrenzte das Unternehmen auf 1000 Kunden pro Woche um damit nach eigenen Angaben "allen Interessenten eine faire Chance auf eine Flatrate" zu bieten.

Auch an anderen Formulierungen auf den Web-Seiten von AOL stieß sich die Deutsche Telekom. Folgende Behauptung darf AOL ebenfalls nicht mehr aufstellen: "Noch immer werden wir daran gehindert, unseren Kunden unbegrenzte Pauschaltarife anzubieten, da wir der Deutschen Telekom - die ein faktisches Monopol im Telefonortsnetz hat - die notwendige Ortsnetzvorleistung pro Minute bezahlen müssen. Damit aber wird dieser Tarif nicht nur für uns, sondern für alle Internetanbieter zu einem unkalkulierbaren Risiko, das andere Anbieter sogar bereits in die Pleite zwang."

Das Landgericht Hamburg folgte der Deutschen Telekom nach Angaben des Unternehmens in allen Punkten. Bei einem Verstoß gegen die Auflagen des Gerichts droht AOL eine Ordnungsbuße von bis zu einer halben Million Mark.

AOL: Flatrate-Preise, Vertraglaufzeiten und Zufallsgenerator (PC-WELT Online, 19.07.2001)

AOL-Chef fordert Internet-Pauschaltarif für Deutschland (PC-WELT Online, 08.07.2001)

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