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Telekom startet Pilotbetrieb für T-DSL via Satellit

06.11.2001 | 15:46 Uhr |

In einem Pilotbetrieb bietet die Telekom ab sofort 500 Interessenten die Möglichkeit an, einen T-DSL-Anschluss via Satellit zu erhalten. Der Pilotbetrieb ist zunächst für ein halbes Jahr bis zum 30. April 2002 geplant. Die Übertragungsrate liegt bei maximal 768 kbit pro Sekunde.

In einem Pilotbetrieb bietet die Telekom ab sofort 500 Interessenten die Möglichkeit an, einen T-DSL-Anschluss via Satellit zu erhalten. Der Pilotbetrieb ist zunächst für ein halbes Jahr bis zum 30. April 2002 geplant. Die Übertragungsrate liegt bei maximal 768 kbit pro Sekunde.

Die Telekom erlässt den Teilnehmern die Bereitstellungsgebühr von 99 Euro. Zusätzlich gibt es das benötigte Hardwarepaket zum ermäßigten Preis von 199 statt 249 Euro.

Das Hardware-Paket enthält eine 85cm-Satelliten-Antenne, eine Multifeedhalterung mit Universal Doppel-LNB und für den PC eine DVB-PC-Karte (PCI). Alternativ kann statt der PCI-Karte auch eine DVB-USB-Box geordert werden. Dann kostet das Hardware-Paket allerdings 249 Euro (später 299 Euro).

Während die Daten zum Teilnehmer via Satellit ankommen, wird für das Anfordern der Daten ein "Upstream-Kanal" über einen bestehenden T-Net- beziehungsweise T-ISDN-Anschluss benötigt.

Die Teilnehmer des Pilotbetriebs können aus drei Tarifen auswählen:

* Volumenmodell: Für ein monatliches Grundentgelt von 19,90 Euro (38,90 Mark) ist ein Datenvolumen von 500 Megabyte enthalten. Jedes weitere Megabyte schlägt mit 0,05 Euro (0,10 Mark) zu Buche. Alle Daten werden dabei hochpriorisiert übertragen.

* Flatrate 0,5 Gigabyte: Der Grundpreis beträgt 39,90 Euro (78 Mark) im Monat. Hierbei sind 500 Megabyte auf hoher Prioritätsstufe im Preis enthalten. Jedes weitere Megabyte wird mit einer niedrigen Prioritätsstufe übertragen. Generell werden die Datenpakete vom Satelliten aus nach Priorität verschickt. Dabei werden zunächst die Pakete mit hoher Priorität verschickt. Datenpakete mit niedriger Priorität bleiben zunächst liegen. Deshalb kann es bei Übertragung dieser Pakete zu Verzögerungen kommen.

* Flatrate 1 Gigabyte: Der Grundpreis für dieses Tarifmodell liegt bei 49,90 Euro (98 Mark). Enthalten ist ein Datenvolumen von 1 Gigabyte. Jedes weitere Megabyte wird mit einer niedrigen Priorität verschickt.

Bei allen drei Tarif-Modellen sind die Kosten für den Rückkanal nicht enthalten. Diese werden über den jeweiligen ISP gesondert abgerechnet.

Insgesamt dürfen 500 Interessenten am Pilotbetrieb teilnehmen. Die Bewerbungen für den Pilotbetrieb nimmt die Telekom online entgegen. Die ausgewählten Teilnehmer erhalten von der Telekom eine Auftragsbestätigung oder eine Absage.

PC-WELT meint:

"Sie interessieren sich für T-DSL Highspeed Internet - und können derzeit nicht angeschlossen werden?" - so begrüßt die Telekom die Interessenten für den T-DSL-Anschluss via Satellit. Da mag sich so mancher auf dem Land oder in der Stadt freuen, den die Telekom bisher nicht mit einem flotten DSL-Anschluss bedienen konnte. Doch zu früh gefreut, denn den T-DSL-Anschluss via Satellit lässt sich die Telekom teuer bezahlen.

Dabei ist dieser T-DSL-Anschluss via Satellit nicht mit dem normalen Festnetz-T-DSL-Anschluss zu vergleichen. Der Rückkanal ist abhängig von dem vom Anwender verwendeten Internet-Anschluss, den er zudem auch noch extra bezahlen darf.

Wer keinen ISDN-Anschluss hat, darf eine Rückkanal mit einem analogen Zugang nutzen. Aber auch Besitzer eines ISDN-Anschluss haben nur einen 64 kbit pro Sekunde. Der "normale" T-DSL-Anschluss bietet immerhin die doppelte Geschwindigkeit.

Warum der Downkanal von der Telekom auf 768 kbit pro Sekunde beschnitten wird ist ein Rätsel. Wahrscheinlich hat die Telekom Angst, dass "echte" T-DSL-Kunden auf das Satelitten-Programm umsatteln möchten. Da sieht "T-DSL via Satellit" im Vergleich zur Konkurrenz (beispielesweise Skydsl) mit bis zu maximal 8.000 kbit pro Sekunde ziemlich alt aus.

Infos & Bestellung von T-DSL via Satellit

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