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Telekom-Telefon blockt Sparvorwahlen

08.11.2004 | 18:43 Uhr |

Bei zwei Telefonen der T-Com lässt sich Call-by-Call nur über Umwege nutzen. Erkennen lässt sich dies jedoch erst auf den zweiten Blick.

Die T-Com bietet seit neuestem Telefone an, die Call-by-Call-Vorwahlen und Preselection standardmäßig blockieren. Die Geräte wählen dazu vor jedem Gespräch automatisch die Netzkennzahl der T-Com (01033). Sparvorwahlen lassen sich nur nutzen, wenn man sich vor jedem einzelnen Gespräch durch das Menü hangelt und die Zwangsvorwahl temporär ausschaltet.

"Sinus 711 Net" & "Sinus 721 Net" betroffen

Betroffen sind die schnurlosen Telefone "Sinus 711 Net" und "Sinus 721 Net". Das "Sinus 721 Net" ist dabei identisch mit dem "Sinus 721 ISDN", wird aber mit der Call-by-Call-Sperre 30 Euro billiger angeboten. Zum analogen Telefon "Sinus 711 Net" (49,99 Euro) konnten wir kein entsprechendes Modell ohne Sperre im T-Com Online-Shop finden.
Im Telekom-Deutsch heißt die Call-by-Call-Barriere übrigens schlicht "voreingestellte Netzwahl". Die T-Com geht in ihrem Online-Shop in der Erläuterung zum "Sinus 711 Net" allerdings nicht weiter darauf ein, was dieser Begriff bedeutet. Interessierte Käufer könnten daher blind in die Falle tappen.

Die Interessensvertretung der alternativen Telekommunikations-Anbieter VATM ist sauer auf das Vorgehen der Telekom: "Die DTAG versucht (…) auf technischer Ebene die rechtliche Verpflichtung, Call-by-Call und Preselection diskriminierungsfrei anzubieten, auszuhebeln und (…) fairen Wettbewerb zu verhindern“.

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