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Telekom-Streik: Breko warnt ver.di

16.05.2007 | 13:29 Uhr |

Der Streik bei der Deutschen Telekom ist in vollem Gange. Doch nicht nur die Telekom ist vom Ausstand ihrer Mitarbeiter betroffen, auch die Konkurrenz bekommt den Streik zu spüren. Etwa weil Störungen nicht behoben werden. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) warnt nun ver.di, das Streikrecht nicht zu missbrauchen.

Nicht nur der Telekom, auch ihrer Konkurrenz macht der Streik offenbar zu schaffen. Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) mitteilt, stellen die Wettbewerber der Telekom in den vom Streik betroffenen Regionen Probleme bei der Umschaltung von Ex-Telekom-Kunden auf einen neuen Anbieter und bei der Entstörung von Leitungen fest.

Das Problem: Die Telekom-Konkurrenten haben zwar die "letzte Meile" angemietet, Entstörungen dürfen aber nur Telekom-Techniker vornehmen. Und die sind anscheinend derzeit in einigen Gebieten Mangelware. Die Telekom verweigere zudem Schadenersatz für die Kunden der Wettbewerber mit dem Hinweis auf "höhere Gewalt", so der Verband.

In Richtung ver.di erklärte die Breko, dass man nun genau darauf achten wolle, ob die Streikmaßnahmen gezielt gegen Wettbewerber der Telekom gerichtet werden. Breko-Geschäftsführer Rainer Lüddeman sagte: "Eine Streiktaktik, die vor allem darauf abzielt, die Wettbewerber zu schädigen, dürfte die Telekom-Spitze wohl kaum zu Zugeständnissen bewegen und stellt zudem einen Missbrauch des Streikrechts dar."

Telekom: Streik geht weiter - ver.di zu neuen Verhandlungen aufgefordert (PC-WELT Online, 16.05.2007)

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