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Telekom-Mitarbeiter betrogen Kunden um Bonus-Punkte

07.09.2016 | 12:21 Uhr |

Seit 2014 haben Telekom-Mitarbeiter Kunden um Bonus-Punkte betrogen. Bundesweit. 40 Millionen Payback-Punkte entgingen so den rechtmäßigen Besitzern. Jetzt greift die Telekom durch.

120 Kundenbetreuer der Deutschen Telekom haben Telekom-Kunden um Payback-Punkte betrogen. Laut einem Bericht der BILD-Zeitung begannen die Telekom-Mitarbeiter bereits 2014 damit, Payback-Punkte einzusacken, die eigentlich den Telekom-Kunden zustanden für Einkäufe, Vertragsänderungen und Vertragsabschlüsse in T-Punkten. Ein Beispiel: Für den Abschluss eines Vertrags bei der Telekom gibt es laut BILD 5000 Bonuspunkte, also 50 Euro.

Doch die Telekom-Mitarbeiter erwähnten die Payback-Punkte gegenüber den Kunden nicht und kassierten diese stattdessen selbst: Sie buchten die Punkte also auf ihre eigenen Payback-Karten.

Seit 2014 sollen die 120 Kundenbetreuer der Telekom auf diese Weise rund 40 Millionen Payback-Punkte unterschlagen haben. Diese Punkte haben einen Gegenwert von 400.000 Euro – ein Payback-Punkt entspricht einem Cent. Am Bonus-Programm von Payback nehmen laut Unternehmen 28 Millionen Nutzer in Deutschland teil. Teilweise organisierten sich die 120 Betrüger in Gruppen, einige von ihnen besaßen wohl sogar mehrere Bonus-Karten.

Deutsche Telekom reagiert

Die Telekom untersuchte die Vorfälle und stellte fest, dass sich die Vorgänge über ganz Deutschland verteilen würden. Jetzt reagiert die Deutsche Telekom: Die Telekom-Mitarbeiter müssen den Schaden ersetzen. Zudem müssen alle Mitarbeiter nun eine Erklärung unterschreiben, dass sie von den Kunden nicht in Anspruch genommene Punkte nicht auf ihre eigenen Bonus-Karten buchen dürfen. Außerdem will die Telekom ihre Gutscheine künftig mit einer Seriennummer versehen, damit diese nur noch einmal genutzt werden können.

PC-WELT bat bei der Deutschen Telekom um eine Bestätigung des Berichts der BILD-Zeitung. Die Telekom bestätigte uns daraufhin, dass der BILD-Bericht vollkommen in Ordnung ist.

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