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Telekom: Beschwerde gegen XXL-Urteil

Nachdem der T-Online-Tarif "T-ISDN XXL" auf Antrag von AOL verboten worden ist, hat die Deutsche Telekom angekündigt, Beschwerde einzulegen. Auch die Regulierungsbehörde, die den Tarif genehmigt hatte, kritisierte das Urteil.

Die Deutsche Telekom will den Gerichtsbeschluss gegen ihren XXL-Tarif in zweiter Instanz anfechten. Auch der Präsident der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, Klaus Dieter Scheurle, hat das Verbot des T-ISDN-XXL-Tarifs kritisiert. "Wir werden dagegen Beschwerde einlegen, weil wir den Tarif genehmigt haben und von der Richtigkeit unserer Entscheidung im Sinne des Verbraucherinteresses überzeugt sind", so Scheurle.

Das Verwaltungsgericht Köln hatte den XXL-Tarif auf Antrag von AOL verboten. AOL hatte argumentiert, dass die Telekom notwendige Kundendaten für die Einführung eines solchen Tarifs nur ihrer Tochter T-Online zur Verfügung stellt und nicht - wie von der Regulierungsbehörde gefordert - allen Konkurrenten. Diese Daten würden die Wettbewerber benötigen, um ebenfalls ein solches Pauschalangebot anbieten zu können. Das Gericht stimmte AOL mit der Feststellung zu, dass ein Tarifbeginn zum 1. Juni angesichts des Aufwandes für die Konkurrenten "rechtswidrig" sei.

T-ISDN XXL sollte ursprünglich am 1. Juni starten. Der Tarif sah vor, dass T-Online-Kunden - gegen Aufpreis von 15 Mark zur monatlichen ISDN-Grundgebühr - an Sonn- und Feiertagen kostenlos surfen können. (PC-WELT, 07.06.2000, dpa/ sp)

AOL: Klage gegen Telekom-Tarif (PC-WELT Online, 5.6.2000)

AOL: 200.000 Mark Strafe (PC-WELT Online, 3.6.2000)

AOL: Beschwerde gegen T-Online (PC-WELT Online, 29.5.2000)

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