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Telekom: BREKO wittert Preisdumping

21.03.2006 | 08:51 Uhr |

Der Bundesverband BREKO und Versatel haben parallel bei der Bundesnetzagentur ein Verfahren gegen die Deutsche Telekom beantragt.

Zeitgleich haben der Bundesverband Breitbandkommunikation ( BREKO ) und sein Mitgliedsunternehmen Versatel bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) ein Verfahren gegen die Deutsche Telekom beantragt. Grund dafür sind die Preise, die T-Com DSL-Wiederverkäufern mit dem Produkt „Net Rental" gewährt. Dabei sollen laut der auf Telekommunikation spezialisierten Anwaltskanzlei Piepenbrock / Schuster Resale-Rabatte von bis zu 58 Prozent gewährt werden. Nach den Prüfmaßstäben der BNetzA für Zu- und Abschläge bei Vorleistungs- und Endkundenprodukten seien maximal 20 Prozent angemessen.

Durch die „Net Rental"-Rabatte auf den Endkundenpreis sei die Wirtschaftlichkeit anderer Geschäftsmodelle nachhaltig gefährdet, so BREKO. Insbesondere Festnetzbetreiber mit eigener Infrastruktur seien durch die T-Com-Preispolitik eklatant benachteiligt. Die hohen Preisabschläge würden von der Telekom laut den Beschwerdeführern „lediglich aus wettbewerbspolitischen Gründen" in Kauf genommen. „Die Telekom will durch die Hintertür einen ernsthaften infrastrukturbasierten DSL-Wettbewerb ausbremsen", ist sich BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann sicher. Die BNetzA soll nach den Anträgen von BREKO und Versatel ein Verfahren zur Entgeltgenehmigung und Feststellung von missbräuchlichem Verhalten der Telekom einleiten.

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