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Telefonkosten: Neue Handy-Tarife sollen Jugendliche schützen

Das Ausufern der monatlichen Handy-Kosten sollen neue Tarifmodelle von Vodafone und T-Mobile künftig verhindern.

Die Mobilfunkbetreiber Vodafone und T-Mobile bieten jetzt neue Tarifmodelle für Kinder und Jugendliche an, die ein Ausufern der Telefonkosten verhindern sollen. Von Verbraucherschützern werden die so genannten TeenCards begrüßt: "Die Karten sind für Kids und Teenager gut geeignet, weil besonders teure Rufnummern gesperrt sind", sagte Marco Dettweiler von der Stiftung Warentest in Berlin am Freitag in einem dpa/gms-Gespräch.

Auch die Preise für die Angebote - CombiCard Teens bei T-Mobile und CallYa-JuniorKarte bei Vodafone - seien moderat. Nutzen können die Angebote jedoch nur Kinder, deren Eltern seit mindestens sechs Monaten einen Vertrag mit dem Mobilfunkbetreiber haben. T-Mobile verlangt für die Zusatzkarte ein einmaliges Bereitstellungsentgelt von 19,95 Euro. Beide Betreiber nehmen für ihre neuen Jugendtarife aber keine monatliche Grundgebühr. "Allerdings bekommt man zu den TeenCards auch kein kostenloses oder subventioniertes Handy", erklärt Dettweiler.

Die Eltern bestimmen, wie viel Guthaben ihrem Nachwuchs zum Telefonieren monatlich zur Verfügung steht. Der Betrag von 10, 25 oder 50 Euro wird vom Konto der Eltern abgezogen. Ist das Guthaben vor Monatsende aufgebraucht, kann die Karte jedoch auch außer der Reihe wieder aufladen lassen. Bei T-Mobile zum Beispiel geschieht dies über die so genannte Xtra-Karte, die es an jedem Kiosk gibt. Theoretisch könnten die Kinder ihre Guthabenkarten also auch ohne Wissen der Eltern wieder aufladen. "Wichtig ist jedoch, dass die Kinder überhaupt verstehen, dass die Handynutzung Geld kostet", sagt Dettweiler.

Ein wichtiges Merkmal der neuen Jugendtarife ist Dettweiler zufolge, dass verschiedene Dienste, die sonst oft eine Kostenfalle darstellen, grundsätzlich gesperrt sind: Dazu gehört beispielsweise die Nutzung von SMS-Chat oder Premium-SMS-Abrufen. Zudem können Eltern die Nutzung auf Wunsch weiter einschränken - Telefonate ins Ausland etwa. "Das Sperren von einzelnen Diensten ist in anderen Tarifmodellen teilweise sehr kompliziert oder gar nicht möglich." Letzteres gilt zum Beispiel für die mobile Internetnutzung per GPRS, die in den TeenCard-Tarifen gesperrt ist.

Positiv hebt Warentester Dettweiler die Preistransparenz der TeenCards hervor. So kostet eine SMS innerhalb Deutschlands 15 Cent. Telefonate im eigenen Mobilfunknetz sowie im deutschen Festnetz schlagen mit 30 Cent pro Minute zu Buche. Ein nicht verbrauchtes Monatsguthaben kann mit in den Folgemonat genommen werden.

Wer die "TeenCards" nicht verwendet, sollte sich im Umgang mit dem Handy einige Regeln zu Eigen machen, um nicht in die Kostenfalle zu tappen. Zum Beispiel versuchen Betrüger, Handybesitzer durch einen kurzen Anruf zu einem Rückruf zu bewegen - unter einer teuren kostenpflichtigen Nummer. "Man sollte daher nie eine unbekannte Nummer wählen."

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