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Telefonieren über den Wolken

10.03.2008 | 11:02 Uhr |

Das Bundesverkehrsministerium gestattet die Handy- und Notebook-Nutzung im Flugverkehr, sofern die jeweiligen technischen Vorraussetzungen gegeben sind.

Das Bundesverkehrsministerium hat die Regelungen zum Betrieb elektronischer Geräte in Flugzeugen aktualisiert und damit die Grundlage geschaffen, während den Flügen Handys zu benutzen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee erklärte den Schritt damit, dass nach den neuesten technischen Standards nicht mehr dagegen spricht. Die tatsächliche Entscheidung, ob Passagiere während des Fluges telefonieren dürfen, liegt jedoch bei den Fluggesellschaften. Die Neufassung der Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung (LuftEBV) orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen und ist kürzlich im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Demnach bleibt der Betrieb von Mobiltelefonen in Flugzeugen zwar grundsätzlich verboten, aber die Verordnung sieht Ausnahmen vor.

Hierzu müssen Flugzeuge mit Umschaltstationen ausgerüstet werden, wie z.B. das von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zugelassene OnAir System. Ferner muss der Flugzeughersteller die Unbedenklichkeit des Betriebs von Mobiltelefonen bescheinigen. Darüber hinaus dürfen jetzt auch Notebooks mit WLAN-Internet-Verbindung während des Fluges verwendet werden, da sie lediglich mit einer Sendeleistung von unter 100 Milliwatt arbeiten. Voraussetzung ist ein so genannter Hotspot im Flugzeug. Der Betrieb von „nicht absichtlich sendenden Geräten“ wie z.B. iPods, Gameboys und Digicams wird als genrell unbedenklich eingestuft.

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