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Telefónica Deutschland verkauft O2- und E-Plus-Sendemasten

22.04.2016 | 15:14 Uhr |

Telefónica Deutschland verkauft fast alle O2- und E-Plus-Sendemasten im ländlichen Raum. Um sein Kerngeschäft zu stärken.

Mit der Zusammenlegung der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus will Telefónica Deutschland sein Mobilfunknetz auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom und mit Vodafone bringen. Doch der weitere Ausbau des Mobilfunknetzes kostet Geld. Unter anderem deshalb verkauft Telefónica Deutschland nun einen Großteil seiner Mobilfunkmasten.

Konkret verkauft Telefónica Deutschland „etwa 2.350 Stahl-und Betonmasten an die auf Telekommunikations-Infrastruktur spezialisierte Telefónica S.A.-Tochter Telxius“. Telxius zahlt dafür 587 Millionen Euro an Telefónica Deutschland. Geld und Masten bleiben also in der Familie, nur eben bei unterschiedlichen Tochterunternehmen. Telefónica Deutschland nannte als Grund für den Verkauf „die derzeit attraktiven Marktbewertungen für Netzinfrastruktur“.

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Nach erfolgter Zustimmung von Aufsichtsrat und Vorstand des Unternehmens wurde am 21.4.2016 der entsprechende Kaufvertrag unterzeichnet. Mit dem Geld will Telefónica Deutschland sein Mobilfunknetz weiter ausbauen und neue Geschäftsfelder wie „Advanced Data Analytics und Internet of Things“ erschließen. Also sein Kerngeschäft stärken und auch den Aktionären Gutes tun.

Der Verkauf betrifft laut Telefónica Deutschland Masten, die vor allem in ländlichen Gebieten stehen. Diese würden weniger als zehn Prozent der vom Unternehmen im Rahmen der Fusion mit E-Plus angepeilten Anzahl an Antennenstandorten ausmachen. Derzeit gibt es keine Pläne zur Veräußerung der übrigen Standorte, die sich größtenteils auf Gebäudedächern befinden.

Die auf den verkauften Masten montierte Sende- und Empfangsausrüstung ist nicht betroffen. Sie bleibt Eigentum von Telefónica Deutschland, das für die Nutzung nun Miete an Telxius zahlt.


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