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Telefonauskünfte sind günstiger geworden

Telefonnummern per Auskunft zu erfragen war bisher ein teurer Service. Das könnte sich jedoch bald ändern.

Telefonnummern per Auskunft zu erfragen war bisher ein teurer Service. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn momentan verschiebe sich bei den Anbieter einiges, sagt Martin Müller, Geschäftsführer des Onlinemagazins www.teltarif.de in Göttingen. Grund hierfür ist der gewonnene Rechtsstreit des Anbieters Telegate gegen die Deutsche Telekom, der Ende August vor dem Landgericht in Köln zum Abschluss kam (Az.: 91 O 229/04 und 91 O 230/04). "Nun können die Daten für einen Bruchteil der bisherigen Kosten an den Kunden ausgegeben werden", erklärt Müller.

Sparen könne der Verbraucher bei den Telefonauskünften 11849, 11893 und 11842. "Hier liegen die Kosten zwischen 44 und 49 Cent pro Minute", sagt der Fachmann. Im Schnitt sei es möglich, innerhalb von 45 bis 60 Sekunden eine Nummer zu erfahren. Voraussetzung sei jedoch, dass der Kunde alle relevanten Informationen wie Vor- und Nachname, Straße, Postleitzahl und Ort bereit hat. Die Preise der einzelnen Anbieter schwanken derzeit zwischen 29 Cent und 1,69 Euro pro Minute.

Bei Discountpreisen sollten Verbraucher jedoch vorsichtig sein: "In der Regel ist der veröffentlichte Minutenpreis nicht unbedingt relevant dafür, ob ein Anbieter günstig ist oder nicht", sagt der Experte. Es komme eher darauf an, wie schnell der Kunde verbunden wird. Die günstigen Anbieter arbeiten häufig mit Sprachcomputern, die den Kunden manchmal nicht verstehen würden. "Sie werden zum Teil bewusst eingesetzt, um das Gespräch zu verlängern", warnt Müller.

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