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Telefon-PC-Zwitter von Intel

Intel steigt in den Markt für Informationsgeräte mit Interne

Intel steigt in den Markt für Informationsgeräte mit Internet-Zugang ein. Die geplanten "Web-Appliances", die eine Kombination aus abgespecktem PC und Telefon darstellen, basieren auf Intels Celeron-Prozessor und sollen mit einem Hochgeschwindigkeitszugang - etwa DSL (siehe Glossar) - zum Internet ausgestattet sein. Wahrscheinlich ist auch eine Festplatte sowie - für den europäischen Markt - ein Smart-Card-Lesegerät integriert.

Firmennahen Quellen zufolge werden die Geräte über einen Röhrenmonitor oder Flachbildschirm sowie über eine Tastatur verfügen. Aus Kostengründen werde voraussichtlich Linux statt Windows als Betriebssystem eingesetzt. Als Browser diene der Mozilla-Browser. Eventuell will man auch einen MP3-Player integrieren.

Intel will die sogenannten Web-Appliances möglicherweise kostenlos abgeben, wenn der Kunde dafür einen Service-Vertrag - ähnlich wie beim Handy - abschließt.

Dass Intel sich mit den PC-Konkurrenten ins eigene Fleisch schneiden könnte, befürchtet das Unternehmen nicht. PCs und Web-Geräte seien zwei getrennte Märkte: PCs seien vielseitig einsetzbar, während die Informationsgeräte nur für spezielle Funktionen bestimmt seien, so Intel-Manager Claude Leglise. Die neuen Produkte seien daher auch in erster Linie für private Haushalte bestimmt, in denen noch kein PC stehe.

Die neuen Geräte sollen Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Die Preise werden je nach Ausstattung zwischen 300 und 700 Dollar liegen (PC-WELT, 10.01.2000, sp).

Intels entwickelt Informationsgeräte mit Internet-Zugang

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