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Iran blockiert Googlemail

11.02.2010 | 12:06 Uhr |

Die Regierung in Teheran plant einen eigenen E-Mail-Dienst und blockiert gleichzeitig Googlemail. Zum heutigen Geburtstag des Iran hatten Kritiker zu Protesten aufgerufen.

Der Iran blockiert den Zugang seiner Bürger zum E-Mail-Dienst Googlemail. Google berichtet unserer Schwesterpublikation Computerworld von einem starken Rückgang der Zugriffe auf seinen iranischen Ableger von Googlemail. Man habe bereits das eigene Netzwerk auf Fehler überprüft, aber keine gefunden. Bei Zugriffsproblemen sei man bei Google generell um eine rasche Lösung bemüht, da man der Ansicht sei, dass jeder das Recht auf freie Kommunikation habe. Doch leider liege das nicht immer in ihrer Macht, so ein Google-Sprecher.

Das Wall Street Journal berichtet derweil von Plänen der iranischen Regierung, kritische Stimmen bereits im Keim zu ersticken. Regierungskritiker hatten am Geburtstag der islamischen Republik zu Protesten aufgerufen. Der Iran soll wohl nicht zuletzt deshalb einen eigenen E-Mail-Dienst starten wollen. Im Iran ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Internetsperren gekommen. Nach den Wahlen im letzten Juni war Twitter eine der letzten Möglichkeiten für die Bürger Irans mit der Außenwelt zu kommunizieren. Facebook, Youtube, Telefonleitungen und sogar Chats hatte die Regierung blockiert.

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