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Techniktrends 2005

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Auf das Heimkino kommen spannende Entwicklungen zu: Denn eine Set-Top-Box oder der PC werden zur Multimedia-Zentrale im Wohnzimmer. Sie spielen Videos und Musik ab, die Sie aus dem Internet herunterladen oder von digitalen TV-Sendern und Blu-Ray-Discs holen.

Reformstau ist kein Privileg der Politik. Seit das Fernsehbild vor fast 40 Jahren farbig wurde, hat sich an der grundlegenden Technik nur wenig verändert. Mit dem Kabelnetz und den Satelliten sind neue Übertragungswege hinzugekommen. Nicht zu vergessen die privaten Anbieter, die seit Mitte der Achtziger eine Vielzahl neuer Kanäle anbieten. Dennoch beginnt erst jetzt die Innovationsmaschine zu rotieren. Eine Vielzahl von Entwicklungen will die technische Basis umkrempeln. Grundlage aller Veränderungen ist die Digitalisierung der gesamten Übertragungskette: Ein Signal, aufgebaut aus Nullen und Einsen, lässt sich mit Hilfe mathematischer Algorithmen verkleinern. Es macht damit kostbaren Übertragungsraum für ein größeres Angebot frei. Die Handhabung und Verwertung der Inhalte mit einer Vielzahl von Geräten wird vereinfacht. DVDRecorder, Computer und Handy arbeiten digital – auch wenn sie noch nicht immer in einer Sprache sprechen.

Das digitale Fernsehen (DVB)

Ein Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 1998 besagt, dass uns bis zum Jahr 2010 das digitale Fernsehen DVB (Digital Video Broadcasting) erreichen soll. Das macht uns fit für die Zukunft und schafft Platz für die Übertragung von noch mehr Sendern. Je nach Datenkompression teilen sich bis zu zwölf digitale Sender den Frequenzbereich eines analogen Kanals. In der Praxis sind es derzeit vier Kanäle. Via Satellit ist die digitale Fernsehübertragung am weitesten etabliert. Mittels DVB-S können schon jetzt mehrere hundert TV-Programme empfangen werden. Beim Kabelfernsehen steckt die digitale Übertragung DVB-C noch in den Kinderschuhen. Bislang verhinderten Meinungsverschiedenheiten ein umfangreiches, flächendeckendes Digitalangebot. Die am Prozess beteiligten Programmanbieter, Netzbetreiber und das Kartellamt konnten sich noch nicht über die genauen Modalitäten der Digitalisierung einigen.

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