06.06.2009, 15:17

pte

Technik

iRex will "beschreibbaren" Farb-E-Reader bis 2011

Der niederländische E-Reader-Hersteller iRex hat angekündigt, dass man Mitte 2011 die nächste E-Reader-Generation auf den Markt bringen will. Dann sollen die dünnen, "beschreibbaren" E-Reader des Unternehmens auch mit farbigem E-Papier aufwarten. Das bedeutet, dass mit einem Stylus etwa handschriftliche Notizen praktisch wie mit einem Stift auf Papier gemacht werden können.
"Das große Ziel von E-Papier-Displays ist, das Aussehen von Pigment auf Papier nachzuahmen. Das braucht mehr als nur helle Farben, die Reflektion muss auch diffus sein", betonte Alex Henzen, Displayexperte bei iRex, auf der im Rahmen der SID Display Week 2009. Sein Unternehmen setzt auf subtraktive Farbmischtechnologie. Amazon-CEO Jeff Bezos hat erst vor kurzem davon gesprochen, dass es noch mehrere Jahre dauern werde, ehe farbiges E-Papier massentauglich wird. "Dem stimmen wir zu. Derzeitige Protoptypen nutzen additive Farbmischtechniken und Filter, welche die Lesequalität beeinträchtigen", meint ein iRex-Sprecher gegenüber pressetext. Doch von diesem Ansatz lösen sich die Niederländer. "iRexs subtraktive Farbmischtechnologie wird es uns ermöglichen, ein größeres Farbspektrum bei hoher Auflösung darzustellen, um unseren E-Reader-Kunden Farbe in Magazin-Qualität zu bieten", so Henzen. Die eigene Lösung ist dem Philips-Spin-Off iRex zufolge physischen Druckverfahren ähnlich und werde eine drei Mal so hohe Helligkeit wie aktuelle Farb-E-Reader-Prototypen bieten.
Die Beschreibung erinnert an den bei Philips Research entwickelten Ansatz für farbiges E-Papier. "Das basiert auf dem gleichen subtraktiven Prinzip, ist aber eine andere Technologie", heißt es auf Nachfrage von pressetext. Von Fujitsus in Japan bereits erhältlichen FLEPia gibt man sich unbeeindruckt. "Die Technologie des Fujitsu-Geräts ist eine ganz andere und die Qualität des Displays ist selbst im Vergleich zu Laborprototypen unterdurchschnittlich", so der iRex-Sprecher. Er verweist auch auf den langsamen Seitenaufbau.
iRex bietet bereits jetzt eine Reihe von E-Readern an, darunter der "Digital Reader 1000S". Das Gerät wartet mit einem beschreibbaren 10,2-Zoll-Display auf. Dabei setzt iRex auf die EMR-Technologie (Electro-Magnetic Resonance) des Herstellers Wacom. Wenn der Stylus aus seiner Halterung entfernt wird, erzeugt ein Sensorbrett ein Magnetfeld, mit dessen Hilfe die Position des Stifts verfolgt werden kann. Eine derartige Schreib-Funktionalität wird wohl auch der für 2011 geplante Farb-E-Reader bieten. (pte)
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