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Deutsche Forscher stellen Datenübertragungs-Weltrekord auf

23.05.2011 | 18:36 Uhr |

Das Karlsruher Institut für Technologie hat heute einen Datenübertragungs-Weltrekord aufgestellt. Die Forscher transportierten 26 Terabit mit Hilfe eines Laserstrahls in nur einer Sekunde.

Das Forscherteam um den Physiker Jürg Leuthold vom Karslruher Institut für Photonik und Quantenelektronik schickte heute den Inhalt von rund 700 DVDs in nur einer Sekunde über einen Laserstrahl. Damit erreichten die Wissenschaftler die höchste je übertragene Datenmenge. Das Experiment gelang mit Hilfe eines optischen Prozessors, der im Stande ist, Daten in ein Lichtsignal umzuwandeln.

Ein derart hohe Übertragungsrate ist laut Leutholt nicht auf dem herkömmlichen, elektronischen Wege zu erreichen. Mit dem heutigen Versuch schlugen der Physiker und sein Team den eigenen Rekord aus dem vergangenen Jahr. Dabei gelang es den Wissenschaftlern mit einem ähnlichen Verfahren, 10 Terabit in der selben Zeit zu übertragen. Das neue Verfahren könnte Leuthold zufolge einen wichtigen Beitrag zum Terabit-Internet der Zukunft leisten. Die Übertragung sehr großer Datenmengen in kurzer Zeit gewinne besonders bei Videoübertragungen immer mehr an Bedeutung, so Leuthold.

Goldantennen für Terabit-Datenraten

Der Leiter des Instituts für Photonik und Quantenelektronik sowie des Instituts für Mikrostrukturtechnik am Karlsruher Institut für Technologie sorgte bereits vor drei Jahren für Aufsehen. Leuthold entwickelte den bis dato schnellsten Siliziumchip, der rund 50 Mal kleiner ist, als die herkömmlichen Bauteile, die in Telekommunikationsgeräten zum Einsatz kommen. Der gebürtige Schweizer erhielt in diesem Jahr den auf 150.000 Euro dotierten Hector Forschungspreis für seine bahnbrechenden Forschungsleistungen.

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