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Cloud-Computing wird für Konzerne interessant

13.06.2009 | 14:18 Uhr |

Das kalifornische Unternehmen SuccessFactors hat als weltweit führender Software as a Service-Anbieter (SaaS) im Bereich der Bereitstellung von Personal- und HR-Management-Software mit Siemens einen neuen Großkunden gewonnen.

SuccessFactors betreibt webbasierte Software, mit der künftig die 420.000 Mitarbeiter aus 80 Länder betreffende Personalverwaltung des deutschen Konzerns optimiert werden soll. "Ausmaß, Skalierbarkeit und der multilinguale Charakter dieser Zusammenarbeit zeugt vom Potenzial von Business Cloud-Computing", sagt Lars Dalgaard, CEO von SuccessFactors. SuccessFactors hat bereits über 30 Firmen mit über 25.000 Mitarbeitern unter Vertrag genommen. Darüber hinaus nehmen namhafte Unternehmen wie Oakley, GAZ de France, Benetton und Gap deren SaaS-Lösung in Anspruch. So arbeiten weltweit bereits 4,7 Mio. User mit den verschiedenen Modulen auf der Cloud-Plattform von SuccessFactors, was den Betrieb von vier räumlich getrennten Rechenzentren erfordert. Insgesamt nützen 2.700 Firmen aus 60 Branchen und 185 Ländern das Angebot des 2001 gegründeten SaaS-Spezialisten. Dessen Kunden benötigen dadurch nur mehr eine minimale EDV-Infrastruktur für den Zugriff auf die über das Web bereitgestellten Applikationen.

Verschiedene Module - darunter Recruiting-, Performance- und Goalmanagement-Tools wie etwa Anwendungen zur Weiterbildungs- und Karriereplanung von Mitarbeitern - können auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Die Software ist in der Cloud frei skalierbar, kann somit an Umstände wie Lastspitzen angepasst werden und erfährt einmal im Monat ein Update. Zudem bietet SuccessFactors einen 24/7-Support-Service, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Für alle Kunden steht weltweit nur eine Betriebsplattform zur Verfügung, was eine effektive Nutzung bei gleichzeitig niedrigen Kosten ermöglicht.

Im Falle von Siemens sollen mit webbasierter Software auf Anfrage sogar sieben unterschiedliche Verwaltungssysteme ersetzt werden können, berichtet das Portal Information Week. Multinationale Unternehmen können ihr Personalmanagement jedenfalls getrennt von der Verwaltung zentraler Geschäftsprozesse, die parallel dazu auf Basis von Lizenzsoftware wie SAPs Business Suite geleistet werden kann, durchführen. Laut Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner soll der SaaS-Markt regelrecht explodieren und sich bis 2013 mehr als verdoppeln. (pte)

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