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Taylor Swift gibt Apple Music den Vorzug

06.08.2015 | 11:17 Uhr |

Apple muss keine Werbung für Apple Music machen, das erledigen die Künstler schon von alleine. Taylor Swift erklärt den Unterschied zu Spotify.

Warum Taylor Swift ihre Alben bei Apple Music streamen lässt, aber nicht mehr bei Spotify, erklärt die Popsängerin in einem Interview mit der Vanity Fair . Bei Apple habe sie das Gefühl gehabt, als eine "Stimme der kreativen Community" ernst genommen zu werden. Im Vorfeld des Starts von Apple Music hatte Swift kritisiert, dass Künstler während der dreimonatigen Testphase nicht bezahlt würden, Apple hat diese Politik daraufhin geändert. Der Multimilliarden-Konzern Apple habe einfühlsam auf Kritik reagiert, während die kleine Firma "ohne Cashflow" Spotify sich stur wie eine "Unternehmens-Maschine" verhalte.

Mit eine Rolle für Swifts Lobpreisung dürften aber die Verdienstmöglichkeiten über Apple Music sein. Nach unbestätigten Angaben konnte Apple schon nach vier Wochen zehn Millionen Test-Abonnenten zählen und zahlte entsprechende Ausschüttungen für die Streams. Zwar hat Spotify nach eigenen Angaben zwanzig Millionen zahlende Kunden und es bleibt abzuwarten, wie viel der Apple-Music-Tester nach drei Monaten noch dabei bleiben, doch bietet Apple Music großes Potential. So hat Apple etwa 800 Millionen registrierte iTunes-Nutzer, wenn sich auch nur ein kleiner Teil für die Musikflatrate entscheidet, generiert dies einen konstanten hohen Geldfluss an die Musikindustrie. Vor allem populäre Künstler und Chartbreaker wie Taylor Swift dürften davon profitieren.

Zur Musik locken will Apple die Kunden auch mit seinem Internetradio Beats 1, das 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche sendet - auch nach Ablauf der dreimonatigen Startphase wird das Radio kostenlos für Anwender sein. Beats 1 war womöglich erst der Anfang. Wie The Verge unter Bezug auf informierte Quellen berichtet , erlauben die von Apple mit der Musikindustrie geschlossenen Verträge bis zu fünf weitere Radiostationen. Diese könnten etwa ein regionales Programm für Asien oder Australien streamen oder saisonal auftreten. Schon jetzt sei Beats 1 lukrativ für die Musikindustrie und die daraus generierten Einnahmen würden die von Pandora übersteigen, heißt es weiter. Das Geschäft mit bezahlten Musikdownloads aus dem iTunes Store habe Apple Music bisher nicht geschädigt.

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