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Tauziehen um Internet-Zwillinge

23.01.2001 | 16:38 Uhr |

In Großbritannien hat das gerichtliche Tauziehen um die Zukunft der doppelt verkauften Internet-Zwillinge Belinda und Kimberley aus den USA begonnen.

In Großbritannien hat das gerichtliche Tauziehen um die Zukunft der doppelt verkauften Internet-Zwillinge Belinda und Kimberley aus den USA begonnen.

Vor dem obersten Zivilgericht in Birmingham hat eine Anhörung darüber begonnen, ob dem zuständigen Jugendamt in Wales die Vormundschaft für die sechs Monate alten Zwillinge übertragen werden soll. Die britischen Adoptiveltern, Alan (45) und Judith Kilshaw (47), wollen unterdessen weiter um das Sorgerecht für die Babys kämpfen, die am vergangenen Wochenende in die Obhut der Behörden genommen worden waren.

Die Kilshaws hatten sich die amerikanischen Kinder für 8200 Pfund (rund 24.600 Mark) über eine Adoptionsagentur im Internet vermitteln lassen. Als sie die Zwillinge nach Großbritannien holten, stellte sich heraus, dass diese bereits von einem Ehepaar in Kalifornien adoptiert worden waren. Da diese aber weniger Geld bezahlt hatten, hatte die Leiterin der Agentur die leibliche Mutter der Babys überredet, die Zwillinge an die britische Familie zu geben.

Judith Kilshaw sagte vor Eröffnung des Verfahrens in Birmingham, sie und ihr Mann würden notfalls auch vor das oberste Zivilgericht der USA gehen. "Wir kämpfen für alle, denen jemals Kinder weggenommen wurden", so die Adoptivmutter. (PC-WELT, 23.01.2001, dpa/ pk)

Kampf um Internet-Zwillinge verschärft sich (PC-WELT Online, 21.01.2001)

Babyhandel im Internet (PC-WELT Online, 19.01.2001)

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