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Tausende Opera-Nutzer Opfer von Malware-Attacke

27.06.2013 | 12:47 Uhr |

Mit einem gestohlenen Zertifikat konnten Hacker die Rechner von tausenden Opera-Nutzern infizieren. Die Entwickler versprechen ein baldiges Update.

Am 19. Juni gab es einen Angriff auf uns, gesteht Opera ein. Das interne Netzwerk der Browser-Schmiede wurde von Unbekannten attackiert. Man habe im Anschluss alle Systeme gereinigt und es gebe keinen Anhaltspunkt dafür, dass Userdaten kompromittiert worden seien. Man arbeite nun mit den zuständigen Behörden daran, die Angreifer aufzuspüren. Ganz ohne Schaden lief der Einbruch aber nicht ab. Opera gibt zu, dass die Angreifer zumindest ein altes und abgelaufenes Zertifikat für Opera-Code erbeutet hätten. Damit haben sie mittlerweile offensichtlich Malware ausgestattet, so dass die Schädlinge unter falscher Opera-Flagge auftreten können. Angegriffene Systeme glauben dank des gestohlenen Zertifikats, dass es sich um Opera-Software, wenn nicht gar um den Browser selbst, handele.

Damit ist die Spitze des Eisbergs noch nicht erreicht: Einige tausend Opera-Nutzer sollen sich zwischen 3 Uhr und 3:36 Uhr nachts unserer Zeit am 19. Juni automatisch mit der präparierten Malware infiziert haben. Opera will nun eine neue Version veröffentlichen, die ein neues Zertifikat enthält, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Entwickler empfehlen dringend dieses Update zu installieren, sobald es verfügbar ist. Wir empfehlen Ihnen: Überprüfen Sie, ob Ihre Antiviren-Software aktuell ist und führen Sie einen Festplatten-Scan durch. Auf der Seite von VirusTotal sehen Sie, welche Programme den Schädling derzeit erkennen - darunter sind Antivir, AVG und Kaspersky. Ein grünes Häkchen bedeutet, dass der Schädling nicht erkannt wurde. Wechseln Sie außerdem zumindest temporär, bis das Update verfügbar ist, auf einen anderen Browser. Etwa Firefox oder Chrome .

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