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TorrentSpy wegen Copyright-Verletzung verklagt

19.12.2007 | 16:48 Uhr |

Der amerikanische Verband der Filmindustrie MPAA hat gegen die Betreiber der Webseite TorrentSpy.com vor Gericht einen Erfolg erzielt. Die Richterin beendete die Verhandlung zu Gunsten der Kläger, weil TorrentSpy unter anderem Beweismittel vernichtet habe. Das endgültige Strafmaß steht aber noch aus.

Die Bundesbezirksrichterin in Kalifornien beendete die Gerichtsverhandlung vorzeitig mit einem Urteilsspruch zu Gunsten der Kläger. Die Angeklagten TorrentSpy-Betreiber sollen Falschaussagen geleistet haben und Beweismittel zerstört haben, wie US-Medien berichten.

Die Betreiber der Webseite sollen systematisch Forenbeiträge und IP-Adressen von Nutzern ihrer Seite gelöscht haben. Da deshalb kein fairer Prozess mehr möglich sei, beendete die Richterin das Verfahren.

TorrentSpy sei für Copyright-Verletzungen verantwortlich, heißt es im Urteil. Das entgültige Strafmaß soll erst im kommenden Jahr bekannt gegeben. Die Anwältin von TorrentSpy kann nun nur noch in einer weiteren Gerichtsverhandlung über die Höhe der Schadenersatzforderung verhandeln.

"Die Entscheidung des Gerichts feiern die großen Hollywood Studios ausgiebig", sagt John Malcolm, Vizepräsident der Motion Picture Association of America (MPAA). Nach Aussagen der MPAA, kosten illegale Film-Kopien die Industrie jährlich geschätzte 11 Milliarden US-Dollar.

Neben der Schadensersatzforderung drohen den Betreibern weitere Sanktionen, wie das Schließen der Webseite TorrentSpy.com .

Bereits vor einigen Monaten musste TorrentSpy nach einem Gerichtsbeschluss US-Nutzern den Zugang zur Webseite versperren. Die Server von TorrentSpy stehen in den Niederlanden. Die Webseite selbst hostet keine urheberrechtlich geschützten Werke, sondern bietet eine Suche sowie ein Forum an.

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