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Tauschbörse: Bertelsmann wagt zweiten Anlauf

Mit seinem Engagement bei Napster hatte sich Bertelsmann seinerzeit gehörig die Finger verbrannt. Dennoch will das Unternehmen in Sachen Internet-Tauschbörse einen weiteren Anlauf wagen.

Der Medienkonzern Bertelsmann wagt nach dem Napster-Debakel einen zweiten Anlauf für eine kostenpflichtige Tauschbörse im Internet. Neben Musik sollen auch Filme angeboten werden, berichtete das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf den Chef der Bertelsmann-Tochter Arvato, Hartmut Ostrowski.

Die digitale Plattform GNAB soll über einen Kopierschutz die Urheberrechte schützen. Um die Download-Möglichkeiten zu verbessern, sind die registrierten Nutzer nach dem File-Sharing-Prinzip miteinander vernetzt.

Bis 2010 rechne Arvato mit einem jährlichen Umsatz der Plattform von 200 Millionen Euro. Musiktitel soll zunächst die Konzernbeteiligung Sony BMG liefern, zudem liefen Gespräche mit anderen großen Musiklabels und Filmstudios. Als technischer Partner könnte sich Medion an dem Projekt beteiligen, der das Angebot in seine Multimedia-Plattform integrieren wolle, schreibt die Zeitung.

Bertelsmann hatte vor Jahren dem Tauschbörsen-Pionier Napster ein Darlehen gewährt, der heute allerdings keine Rolle mehr spielt. Derzeit wird das legale Herunterladen von Musiktiteln aus dem Internet weltweit von Apple dominiert.

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