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Das iPhone als Bühne

Dank Games wie Tap Tap Revenge etabliert sich das iPhone auch als Bühne für Künstler. Die Anwendung ist bei Spielern und Künstlern gleichermaßen beliebt. Apple kürte das Programm zur erfolgreichsten Applikation des Jahres und Sänger, Bands sowie Labels stehen Schlange, um ihre Musik dort unterzubringen. Das hat Vorteile für alle Seiten.

Musikspiele sind mittlerweile nicht nur bei den Käufern sehr beliebt. Auch die Künstler entdecken sie als Bühne für ihre Musik. Das beweist das iPhone-Game Tap Tap Revenge des amerikanischen Start-Ups Tapulous . Das Spiel ermöglicht es, bekannte Songs nachzuspielen, indem im richtigen Rhythmus der Touchscreen des iPhone berührt wird. Das Prinzip kam bei den Nutzern an und Tap Tap Revenge erklomm innerhalb kürzester Zeit die Download-Charts. Mittlerweile wurde es mehr als drei Millionen Mal heruntergeladen und Apple erklärte es zur erfolgreichsten Applikation des Jahres.

Soviel Publikum interessiert auch die Künstler. Sie haben den Erfolg des Spieles schnell erkannt. "Innerhalb einer Woche kamen erste Anfragen von Künstlern, die in dem Spiel vertreten sein wollten", erklärte Bart Decrem, Mitgründer und Chef von Tapolous in einem Interview mit der New York Times. Jetzt gibt es bereits so viele Anfragen, dass das Unternehmen den Tap-Tap-Donnerstag einführte. An jedem Donnerstag kann ein weiterer Song gratis heruntergeladen werden. Außerdem veröffentlicht Tapolous für die Fans spezieller Genres oder Künstler kaufpflichtige Versionen.

Die Kooperation lohnt sich ebenso für die Künstler, denn die Titel lassen sich aus dem Spiel heraus bei iTunes kaufen. Das wird gerne angenommen. Im Oktober kauften die Spieler von Tap Tap Revenge beispielsweise den Song "Hot N Cold" von Ms Perry rund 50.000 Mal. Auch das Musik-Label EMI hat die Vorteile einer solchen Kooperation erkannt und zusammen mit dem Spieleanbieter Tap Tap Dance entwickelt, eine Variante mit verschiedenen Dance-Titeln, die für 3,99 Euro angeboten wird. Das Label sieht die Integration von Musik in Spielen als natürliche Evolution der Musikindustrie an.

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