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Phantom-Anrufe nerven Handynutzer

08.09.2008 | 15:12 Uhr |

Moderne Zeiten – moderne Probleme: Sofern eine neue Studie zur Mobilfunknutzung zutrifft, nimmt jeder dritte Handynutzer klingelnde oder vibrierende Handys wahr, obwohl überhaupt kein Anruf und auch keine SMS eingehen.

33 Prozent der befragten Handybesitzer haben manchmal das Gefühl, dass ihr Mobiltelefon entweder klingelt oder vibriert, obwohl sie weder einen Anruf noch eine Kurzmitteilung bekommen. Das hat eine repräsentative Studie im Auftrag der Bitkom ergeben. Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer bemerkt dazu: "Viele Menschen befürchten offensichtlich, sie könnten wichtige Nachrichten verpassen."

Wenig überraschend, wenn man sich den intensiven Umgang von Teenagern mit ihren Handys vor Augen hält: Vor allem junge Handynutzer von 14 bis 29 Jahren werden von dem "Leiden" Phantom-Anrufe heimgesucht. In dieser Altersgruppe nimmt fast jeder Zweite (46 Prozent) irrtümlich Signale seines Telefons wahr. Bei den Nutzern ab 65 Jahren ist es dagegen nur jeder Zehnte (11 Prozent) - auch wenn ältere Menschen meist generell schlechter hören und sehen als Jungspunde, in Bezug auf die korrekte Wahrnehmung ihrer Handys sind die grauen Panther fitter. Jeder vierte Handynutzer (27 Prozent) findet es zudem merkwürdig, wenn er einen Tag lang keine Anrufe und SMS oder deutlich weniger als üblich bekommt.

Der Bitkom empfiehlt, eine gut erkennbare Melodie für den Klingelton zu wählen. Bei der Neuanschaffung eines Handys können Kunden auch auf einen kräftigen Vibrationsalarm achten. Dann entsteht keine Unsicherheit, ob das Gerät tatsächlich vibriert.

Die zitierten Daten wurden im Rahmen einer repräsentativen Studie der Aris -Umfrageforschung im Auftrag des Bitkom erhoben. Dabei wurden 1001 deutschsprachige Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren und mehr befragt.

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