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Unzufriedener Surface-Käufer verklagt Microsoft

15.11.2012 | 14:31 Uhr |

Weil sich nicht die vollen 32 GB seines Tablets nutzen lassen, will ein verärgerter Kunde die Redmonder verklagen.

In Los Angeles hat ein Käufer des Microsoft-Tablets Surface die Redmonder verklagt, berichtet die Los Angeles Times . Der Grund: Surface bietet nicht den ganzen Speicher zur freien Verfügung, den das Tablet verspricht. Der Mann namens Andrew Sokolowski soll das erst nach dem Kauf herausgefunden haben, als er sein Surface mit Daten füllte. Statt den erwarteten 32 GB – die Microsoft als Kapazität angibt – sei schon viel früher Schluss gewesen. Und zwar schon bei rund der Hälfte, also etwa 16 GB. Die andere Hälfte ist schon vor dem Auspacken durch Windows und die vorinstallierten Apps belegt. Beim 64-GB-Surface sollen nur 46 GB Speicher wirklich frei verfügbar sein.
 
In seiner Klage gehe es seinem Mandanten, so der Anwalt von Sokolowski, darum, dass andere Käufer vor einem Fehlkauf aufgrund eines Missverständnisses bewahrt werden. Gerade für die kommende Ferien-Shopping-Zeit seien viele Käufe zu erwarten.
 
Auf der deutschen Webseite findet sich in den Spezifikationen der Hinweis „Kapazität des formatierten Speichers kann geringer sein“. Im Store jedoch fehlt aktuell ein Hinweis. In den FAQ hingegen geht Microsoft detailliert auf die Frage ein und berechnet sogar den freien Speicher beider Modelle in GB.
 
Microsoft wird von der Los Angeles Times so zu den Vorwürfen zitiert:
„Die Kunden wissen, dass das Betriebssystem und die vorinstallierten Apps auf dem Speicher Platz benötigen und somit den freien Speicherplatz reduzieren. Surface mit Windows RT bietet zudem die Möglichkeit, zusätzlichen Speicher über den microSD-Kartenslot oder den USB-Port anzustecken.“
 
Wie sehen Sie das? Ist die Klage gerechtfertigt oder ist der Ärger des Kunden nicht die Schuld von Microsoft?

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