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Welle taiwanesischer iPad-Konkurrenten kommt

31.03.2010 | 09:21 Uhr |

Rechtzeitig vor Ostern startet Apple sein iPad. Einmal mehr dürfte der Konzern viele Nachahmer finden. Denn die Organisatoren der IT-Messe Computex Taipei haben bestätigt, dass taiwanesische Hersteller dort Anfang Juni "zumindest zehn" Geräte zeigen werden, die dem Apple-Tablet ähneln.

Zwar hält sich Chang Li, stellvertretender Generalsekretär des Computex-Mitveranstalters Taipei Computer Association, mit Details zu den Geräten noch zurück, berichtet IDG News Service. "Alle großen Laptop-PC-Unternehmen werden auf der Computex ein Tablet zeigen", kündigt er allerdings an.

Potenzielle Konkurrenten

Zu den Notebook-Herstellern, die auf der Computex iPad-Konkurrenten vorführen werden, dürften somit wohl unter anderem Asus und MSI gehören. Beide Unternehmen sollen nach der iPad-Ankündigung bei ihren Tablet-Plänen unter Preisdruck geraten sein. Mit Acer hatte sich eine weitere taiwanesische Branchengröße im Januar noch etwas zurückhaltend in Sachen Tablets gegeben.

Sowohl Asus als auch Acer sind auf der CeBIT noch mit Convertible-Tablets mit Keyboard angetreten. Man darf also gespannt sein, ob die Hersteller bei der Computex wirklich mit tastaturlosen iPad-Konkurrenten aufwarten. Ähnliches gilt auch für MSI sowie taiwanesische ODMs wie insbesondere Quanta Computer und Compal Electronics, die Geräte für viele bekannte OEMs bauen.

Spannender Markt

Für Spannung in technischer Hinsicht ist gesorgt. Denn Apples iPad nutzt eine hauseigene ARM-basierte CPU und es ist denkbar, dass auch andere Hersteller bei ihren Tablets auf ARM-Prozessoren setzen. Ebenfalls bleibt abzuwarten, ob sich die taiwanesische Konkurrenz für das iPad-Format (9,7-Zoll-Display) entscheidet oder vielleicht auf größere Bildschirme setzt. Auch könnten Geräte mit Googles Chome OS als Betriebssystem geziegt werden, das beispielsweise im Januar seitens Acer als interessanteste Windows-Alternative bezeichnet wurde.

Erst zeigen muss sich freilich, ob Tablets nun wirklich den Mainstream-Durchbruch schaffen. In den letzten Jahren war derartigen Geräten nur mäßiger Erfolg beschieden. Mit Apple könnte sich das schnell ändern. So ist die erste Charge offenbar vor dem Lieferstart ausverkauft. Wer in den USA jetzt erst vorbestellt, darf sein Gerät nicht vor dem 12. April erwarten. Stanley-Morgan-Analystin Katy Huberty hat Anfang der Woche die Verkaufsprognose für das iPad von bislang fünf auf bis zu zehn Mio. Stück im Jahr 2010 nach oben revidiert.

(pte)

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