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Wepad auf zweiter Pressekonferenz erneut vorgestellt

27.04.2010 | 10:29 Uhr |

Das Wepad ist größer, offener und erweiterbar - auf der letzten Pressekonferenz gab es jedoch ein Desaster. Jetzt rappelt sich das Wepad wieder auf.

Nach der Schlappe der ersten Pressekonferenz zeigte sich die deutsche iPad-Alternative Wepad nun auf einer zweiten Pressekonferenz. Was war schiefgelaufen? Der Tablet-PC der Berliner Firma Neofonie soll mit einem angepassten Linux laufen, vor den versammelten Journalisten poppte jedoch plötzlich eine Windows-Fehlermeldung auf. Wie sich herausstellte haben die Berliner nur einen Demo-Film auf Windows 7 laufen lassen, das Wepad-OS war nicht aufgespielt. Stellte sich die Frage: Schaffen die Entwickler das wirklich bis zum angestrebten Termin, August 2010?

Ja, verspricht die neu gegründete Wepad GmbH. Der Eindruck der zweiten Pressekonferenz scheint das zu untermauern: Das Linux-Betriebssystem ruckelte zwar noch stellenweise und die Android-Apps (das Wepad hat Zugang zum Android-Marketplace) laufen in einer noch gut sichtbaren virtuellen Umgebung, doch einen groben Zwischenfall gab es diesmal nicht. Laut Plan soll das Wepad im August in zwei Varianten auf den Markt kommen (450 Euro, beziehungsweise 570 Euro mit UMTS- und HD-Chip)

Ist das Wepad ein iPad-Killer?
Das Wepad ist größer (11,6 Zoll-Display) als das iPad (9,7 Zoll), aber auch schwerer (800g gegen 680g). Allerdings ist das Wepad per Speicherkarte erweiterbar, verfügt sogar über eine Kamera und zwei USB-Anschlüsse. Das iPad ist da zugeknöpfter und nicht mit Standard-USB-Zubehör kompatibel, jedoch punktet das Apple-Tablet in Design und aufgrund der iTunes-Anbindung in Multimedia. Auch der Akku soll länger halten. Pauschal von einem Killer kann kaum die Rede sein, das Wepad reiht sich aber ein in die Gruppe der interessanten iPad-Alternativen.

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