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TV in 3D-Qualität

23.09.2005 | 21:33 Uhr |

Eine Firma in Jena arbeitet am 3D-FERNSEHER für alle. Viele Technik-Puzzleteilchen sind bereits vorhanden – bis zur Fußball-WM 2006 könnte es erste Geräte geben.

Wem im 3D-Kino das Monster zu nahe rückt, der nimmt einfach die Brille mit den Polarisationsfolien von der Nase – schon hat der Spuk ein Ende. Läuft der Horrorfilm dagegen in einem X3D-Fernseher, hilft nur die Flucht von der Couch. Die Geräte von X3D Technologies packen die gesamte Technik für die Illusion des räumlichen Sehens vor und hinter die Mattscheibe. Dem Zuschauer bleibt die Extrabrille erspart. Einziges Problem: Noch gibt es solche Fernsehgeräte nicht zu kaufen. Monitore sind bereits im Einsatz. Die französische Supermarkt-Kette Carrefour präsentiert in Hunderten von Filialen den Kunden ihre Produkte zum Greifen nahe. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis Mitte 2006 Fernsehgeräte liefern können, die zwischen zwei- und dreidimensionalem Betrieb umschaltbar sind“, erklärt Bernd Riemann, Geschäftsführer der X3D Technologies. Auf der CeBIT zeigten die Jenaer bereits einen Vorgeschmack: ein PC-Display, mit dem sich Objekte wie gewohnt an einer zweidimensionalen Bedienoberfläche konstruieren und in 3D räumlich betrachten lassen.

Teurer Spaß für die Augen

In zwei Jahren wäre ein solcher 2D/3D-Fernseher allerdings noch nichts für die breite Masse der Zuschauer. Der Preis eines Flachbildschirms in Flüssigkristall-Ausführung mit 30 Zoll (75 Zentimeter) großer Diagonale würde sich wegen der 3D-Technik wohl von rund 3000 auf 6000 Euro verdoppeln. Das ist vielleicht für Kneipenbesitzer erschwinglich, die anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft mit attraktiven Bildern Fans an ihre Tresen locken wollen.

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