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TU Dresden exmatrikuliert alle Studenten versehentlich

11.11.2013 | 13:01 Uhr |

Ein Fehler beim Mailversand hat bei der TU Dresden dafür gesorgt, dass knapp 37.000 Studenten versehentlich eine Mail erhielten, in der ihnen die Exmatrikulation mitgeteilt wurde.

Für einen Schreck dürfte bei vielen Studenten der TU Dresden am Sonntag ein Blick in das Mail-Postfach gesorgt haben. Über 37.000 Studenten wurde per Mail über ihre Exmatrikulation informiert. Die Technische Universität hätte damit auf einen Schlag alle ihre Studenten verloren. In Wirklichkeit sorgte aber eine Panne für den versehentlichen Versand der Mails. Am Montag Mittag hat die TU Dresden nun die Gründe mitgeteilt , wie es zur Panne kommen konnte.

Laut der TU Dresden wurden am Morgen des 10. November 2013 versehentlich über 48.000 Mails an Mitarbeiter und Studenten der TU versandt. In dieser wurden sie über das Ablaufen ihrer Nutzerkennung informiert und zur Verlängerung der Kennungen aufgefordert. In dem Zeitraum funktionierte die sonst übliche Synchronisation zwischen den datenhaltenden Systemen zur Mitarbeiter- und Studierendenverwaltung und dem Identitätsmanagement (IDM) nicht. Das IDM habe deshalb gedacht, dass alle Angehörigen und Mitglieder die TU verlassen hätten.

Die Synchronisation funktionierte nicht, weil laut der TU am Freitag an der Schnittstelle des IDM Arbeiten vorgenommen wurden und nach Abschluss der Arbeiten versäumt worden war, die Schnittstelle wieder zu aktivieren. "Die tägliche Synchronisierung und damit die Möglichkeit einer zeitnahen Sperre der Zugangskennungen ist durch die Mitgliedschaft der TU Dresden im Deutschen Forschungsnetz, speziell für die Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur (DFN-AAI), erforderlich", so die TU Dresden und weiter: "Da über das ZIH-Login weitere Dienste wie OPAL, Großrechnerberechtigungen, Softwarelizensierungen und auch das DFN-Zertifikat der Stufe Advanced bereitgestellt werden, muss jederzeit gewährleistet sein, dass nur berechtigte Personen über ein ZIH-Login verfügen."

Die TU Dresden entschuldigt sich in ihrer Mitteilung an alle Anwender, die die Mail erhalten haben. Tatsächlich habe die Mail nur an 29 Nutzer verschickt werden sollen, die man nun auch persönlich benachrichtigen werden. Die TU Dresden betont abschließend: "Kein Studierender wurde im Zusammenhang mit dieser Mail tatsächlich exmatrikuliert, kein Mitarbeitervertrag beendet."

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