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TDK durchbricht Blu-Ray Schallmauer

30.04.2006 | 12:23 Uhr |

TDK konnte nun endlich die vor wenigen Wochen angekündigten 200 GB Blu-Ray Datenträger herstellen. Und obwohl es so scheint, als hätte man einfach vier handelsübliche 50 GB Disks in einer Einheit verbunden, ging man letztlich ganz andere Wege.

Nachdem TDK bereits im letzten Jahr einen 100 GB fassenden BD-Prototyp vorgestellt hatte, gab die Firma vor drei Wochen bekannt, dass man bereits an einer Version mit der doppelten Kapazität arbeite.

Nach Angaben eines japanischen Reports von Techon , umfassen die 200 GB Disks gleich sechs Layer für die Speicherung von Daten. Im Vergleich zu 50 GB BD hätten ja aber rein rechnerisch 8 Layer eingesetzt werden müssen. Doch durch eine Erhöhung der Kapazität jeder einzelnen Schicht, können deutlich mehr Informationen auf diesen gespeichert werden. Laut Angaben von TDK konnte man 33 GB auf einer Schicht unterbringen, dies entspräche einer Steigerung von 32 Prozent im Vergleich zu handelsüblichen Blu-Ray Disks. Diese effektivere Platzausnutzung konnte durch den Einsatz von Wismut Peroxid innerhalb der Aufnahme-Medien erreicht werden. Erhitzt man diesen Stoff mit Laserlicht, so bilden sich Luftblasen. Durch deren unterschiedliche Reflektierung von Lichtstrahlen, können digitale Informationen ähnlich wie bei einer CD oder DVD gespeichert werden.

Mit dieser Technologie ist es nun möglich, die Dichte der Informationen speichernden Blasen zu erhöhen und somit die Kapazität im Vergleich zu üblichen Blu-Ray Disks zu steigern. Bisher ist jedoch noch unklar, ob ein auf herkömmliche BD ausgelegtes Laufwerk auch mit den 200 GB Varianten klarkommen wird. Zudem bewegt man sich mit einer derart beeindruckend hohen Kapazität nicht mehr im Rahmen der aktuellen Blu-Ray Spezifikationen.

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