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T-Systems-Manager vergleicht Lage des Konzerns mit Twin Towers

02.07.2007 | 10:03 Uhr |

Einen peinlichen Ausrutscher soll sich der verantwortliche Manager für den Großkundenbetrieb bei T-Systems, Axel K., erlaubt haben. Wie der "Focus" berichtet, zeigte er Führungskräften ein Video mit dem Anschlag vom 11. September 2001 und zog eine Parallele zur Telekom-Tochter.

Als hätte die Telekom nicht schon Probleme genug, setzte der T-Systems -Mann noch eins drauf. Wie der Focus berichtet, zeigte der 57-Jährige vor wenigen Wochen anlässlich einer Schulung ein Video vom Terroranschlag auf das World Trade Center. Nachdem der Einsturz zu sehen war, soll K. gesagt haben: "Das ist die Lage bei T-Systems". Bei den Anschlägen waren mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen.

Dem Wochenmagazin zufolge zeigte sich Telekom-Chef René Obermann sehr verärgert über den Vorfall. Wenn sich die Angaben bestätigten, werde der Manager zur Rechenschaft gezogen, sagte Obermann. "Sollte eine unserer Top-Führungskräfte zu einem solch unangemessenen Stilmittel gegriffen haben, werden wir darüber sprechen müssen", wird der Telekom -Chef zitiert. Solche Vergleiche "repräsentieren schon gar nicht die Lage der T-Systems", so der Telekom-Boss.

Die Lage bei T-Systems ist jedoch in der Tat schwierig. Die Telekom sucht derzeit Partner für die angeschlagene Geschäftskundensparte, auch der Einstieg eines Finanzinvestors wird nicht ausgeschlossen. Erst vor wenigen Wochen musste T-Systems-Vorstand Lothar Pauly gehen, nachdem nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er in die Korruptionsaffäre bei seinem vormaligen Arbeitgeber Siemens verstrickt war. (hv)

Der Artikel stammt von computerwoche.de .

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