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T-Online: Vorzugsaktien gestoppt

Der Streit um die geplante Begünstigung von T-Online-Kunden beim Börsengang der Telekom-Tochter ist jetzt endgültig entschieden. Das Landgericht Düsseldorf untersagte auf Antrag des T-Online-Konkurrenten AOL die Bevorzugung der T-Online-Kunden bei der Aktienvergabe im April. Sollte T-Online weiter mit dem Vorzugsangebot werben, droht den Verantwortlichen eine Geldstrafe von 500.000 Mark.

Bereits letzte Woche hatte das Landgericht Hamburg auf Antrag der Wettbewerbszentrale die Aktion verboten, bei der die T-Online-Abonnenten einen Fragebogen im Internet ausfüllen müssen, um auf die Vorzugsliste zu kommen. Allerdings war der Beschluss bislang noch nicht rechtswirksam - er tritt erst jetzt in Kraft.

Der Telekom-Sprecher bezeichnete die geplante Online-Umfrage als "kundenfreundlich". AOL müsse sich jetzt von über vier Millionen T-Online-Kunden fragen lassen, warum man die Aktion untersagt habe.

Der Onlinedienst T-Online hatte auf seiner Website für die Vorzugsbehandlung geworben: "Die Teilnahme an der Fragebogenaktion belohnen wir mit Vorteilen bei der Emission von T-Online Aktien", hieß es dort. Gegner der umstrittenen Aktion meinen, T-Online wolle damit Nichtkunden dazu bewegen, den Dienst zu abonnieren, nur um an der Umfrage teilnehmen zu können. (PC-WELT, 22.03.2000, dpa/ sp)

T-Online-Kunden nicht bevorzugt (PC-WELT Online, 17.3.2000)

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